Werbung

Kritik an Verlegern

Rundfunk-Debatte

In der »Staatsfunk«-Debatte hat die Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Redakteursausschüsse mit deutlichen Worten auf den Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) reagiert. Die »Frankfurter Erklärung« richte sich »ausdrücklich an die Kolleginnen und Kollegen in deutschen Zeitungsredaktionen - also auf Arbeitsebene«, schreibt die Arbeitsgemeinschaft in einer am Montagabend veröffentlichten Antwort auf einen Offenen Brief von BDZV-Präsident Mathias Döpfner. »Medienpolitische Strategiediskussionen, die Sie unmittelbar daraus ableiten, werden - wie Sie in Ihrem Schreiben anführen - von Ihnen seit geraumer Zeit auf anderer Ebene mit den Rundfunkanstalten geführt. Dort gehören Sie unserer Meinung nach auch hin.«

Die Journalisten von ARD, ZDF und Deutschlandradio hatten sich mit der Anfang November veröffentlichten »Frankfurter Erklärung« gegen »Dauerkritik« einiger Printmedien an den öffentlich-rechtlichen Sendern zur Wehr gesetzt. »Wir fühlen uns diskreditiert, wenn Sie uns als Staatsfunk bezeichnen und uns damit unterstellen, dass wir uns politisch steuern lassen«, heißt es darin.

BDZV-Präsident Döpfner hatte erklärt, es handle sich um ein »Missverständnis«. Auf dem jüngsten BDZV-Jahreskongress im September hatte Döpfner allerdings von einer »gebührenfinanzierten Staats-Presse« gesprochen, die den Verlagen das Leben schwer mache, und dafür viel Zustimmung in der Verlegerschaft geerntet. Mit seiner Aussage hatte er sich auf die digitalen Auftritte der Sender bezogen. Von »Staatsfernsehen« und »Staatsfunk« sprechen auch Vertreter der AfD, um auf eine angebliche Nähe der Öffentlich-Rechtlichen zur Regierungspolitik hinzuweisen. epd/nd

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln