Werbung

Überfällig

Florian Haenes über das Urteil des Bundesverfassungsgerichts für eine dritte Geschlechtskategorie

Unterstütze das nd mit einem monatlichen Beitrag

Minimum 2,50 Euro/Monat

...oder einem Abo oder einer Spende:

  • Wählen Sie ein Abo:

    • Online-Abo
    • Kombi-Abo
    • Print-Abo
    • App-Abo
    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit dem Online-Abo erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln in elektronischer Form auf unserer Webseite und dazu das nd-ePaper. Zum Online-Abo
    Mobil, kritisch und mit Links informiert:
    neues deutschland als ePaper – und am Wochenende im Briefkasten!
    Prämie: Das nd-Frühstücksbrettchen. Der Wegbegleiter für den Start in den Tag.
    Zum Kombi-Abo

    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit der nd-App erhalten Sie Zugang zur Zeitung in elektronischer Form als App optimiert für Smartphone und Tablet.

    Die nd-App gibt es für iOs und Android.

    Zum App-Abo
  • Per Überweisung:

    Stichwort: nd-paywall

    Berliner Bank
    IBAN: DE11 1007 0848 0525 9502 04
    SWIFT-CODE (BIC): DEUTDEDB110

    Per Paypal

    PayPal

    Per Sofortüberweisung

    Sofortüberweisung

    Ich habe bezahlt.

  • Ich bin schon Abonnent
    Login

    Passwort vergessen?

  • Vielleicht später...

Das Bundesverfassungsgericht verpflichtet den Staat, eine dritte Geschlechtskategorie zu schaffen. Es ist eine überfällige Entscheidung. Nicht länger durfte der Staat so tun, als gäbe es intersexuelle Bürger gar nicht.

Das Urteil schafft endlich Augenhöhe. Es ist beschämend, dass eine nicht zu leugnende Tatsache bislang übergangen worden ist. Geschlechtsmerkmale lassen sich nicht immer eindeutig Mann oder Frau zuordnen. Es ist begrüßenswert, dass Intersexuelle seit kurzem in der Gesellschaft gehört und jetzt auch rechtlich gleichgestellt werden. Allerdings weckt es Unbehagen, dass das Urteil erst jetzt kommt. Wie lange hat man weggesehen, wie lang nicht wahrhaben wollen, was nicht ins Raster passt. Die Gesellschaft war über Jahrzehnte hinweg dermaßen verkrustet, dass Intersexuelle sich nicht das geringste Gehör verschaffen konnten.

Bei genauer Betrachtung müssten diesem Urteil selbst diejenigen zustimmen können, die sich über den angeblichen »Genderwahn« beklagen. Karlsruhe hat lediglich festgestellt, dass das Personenstandsrecht - bislang enthält es keine Kategorie für Intersexuelle - das Persönlichkeitsrecht der Betroffenen verletzt. Es geht hier wirklich nicht um Genderklos oder die Abschaffung der Geschlechter. Es geht schlicht darum, dass der Staat Menschen nicht in eine Identität hineinzwingen darf, die ihnen völlig fremd bleibt. Karlsruhe sagt: Der Staat ist darauf verpflichtet anzuerkennen, dass es sexuelle Identitäten jenseits von zwei Geschlechtern gibt.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen