Werbung

Kennzeichen XY

Karlsruhe bestätigt Recht auf Anerkennung eines dritten Geschlechts

Unterstütze das nd mit einem monatlichen Beitrag

Minimum 2,50 Euro/Monat

...oder einem Abo oder einer Spende:

  • Wählen Sie ein Abo:

    • Online-Abo
    • Kombi-Abo
    • Print-Abo
    • App-Abo
    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit dem Online-Abo erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln in elektronischer Form auf unserer Webseite und dazu das nd-ePaper. Zum Online-Abo
    Mobil, kritisch und mit Links informiert:
    neues deutschland als ePaper – und am Wochenende im Briefkasten!
    Prämie: Das nd-Frühstücksbrettchen. Der Wegbegleiter für den Start in den Tag.
    Zum Kombi-Abo

    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit der nd-App erhalten Sie Zugang zur Zeitung in elektronischer Form als App optimiert für Smartphone und Tablet.

    Die nd-App gibt es für iOs und Android.

    Zum App-Abo
  • Per Überweisung:

    Stichwort: nd-paywall

    Berliner Bank
    IBAN: DE11 1007 0848 0525 9502 04
    SWIFT-CODE (BIC): DEUTDEDB110

    Per Paypal

    PayPal

    Per Sofortüberweisung

    Sofortüberweisung

    Ich habe bezahlt.

  • Ich bin schon Abonnent
    Login

    Passwort vergessen?

  • Vielleicht später...

Karlsruhe. Vanja kann sich freuen. Die als Frau eingetragene Person, die aber weder als Mann oder Frau zutreffend beschrieben ist, hat an der Spitze einer Kampagne einen langwierigen Weg durch die Gerichtsinstanzen hinter sich. Nun hat das Bundesverfassungsgericht ihr Recht auf auch behördliche Anerkennung ihrer Natur bestätigt. Vanja ist intersexuell, verfügt über einen »atypischen« Chromosomensatz, vereint männliche und weibliche Geschlechtsmerkmale in sich. Der Antrag auf Änderung ihrer geschlechtlichen Identität in »inter« oder »divers« im Geburtenregister hatte bei den Behörden jedoch keine Gnade gefunden. Noch der Bundesgerichtshof widersprach ihr, bis nun am Mittwoch das Bundesverfassungsgericht entschied: Der Bundestag muss eine dritte Kategorie im Geburtenregister neben »männlich« und »weiblich« schaffen. Bis zum Ende nächsten Jahres muss das geschehen sein, verlangt das höchste deutsche Gericht. Welcher Begriff geeignet wäre, ließ es offen; eine positive Bezeichnung aber müsse es sein.

Die geschlechtliche Identität sei als allgemeines Persönlichkeitsrecht vom Grundgesetz geschützt. Denn sie sei ein »konstituierender Aspekt der eigenen Persönlichkeit«, begründen die Richter. Die geschlechtliche Identität sei für alle Menschen eine »Schlüsselposition« in der Selbst- und Fremdwahrnehmung, auch wenn sie weder weiblich noch männlich sei. Das Personenstandsrecht wird diesen grundgesetzlichen Maßstäben derzeit nicht gerecht.

Die Zustimmung nach dem Urteil war eine allgemeine. Amnesty International, die Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Parteienvertreter aus Regierung wie Opposition äußerten sich erfreut. Zehntausende intersexuelle Menschen gibt es in Deutschland. Außerdem gibt es Transsexuelle, die sich im »falschen« Geschlecht fühlen. nd Seite 5

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen