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Richtfest für modulares Asylheim

Bausenatorin Katrin Lompscher (LINKE) hat am Mittwoch zum Richtfest der neuen Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete in Steglitz-Zehlendorf eingeladen. Bezugsfähig soll die modularen Unterkunft (MUF) allerdings erst im Frühjahr 2018 sein, teilte die Senatsverwaltung mit.

Insgesamt sollen zehn sogenannte Typenbauten als Flüchtlingsunterkünfte aufgestellt werden. Zwei wurden bereits Ende 2016 an das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) übergeben. Vier weitere wurden im Laufe dieses Jahres fertiggestellt. Drei sind zur Zeit im Bau. Neben der Unterkunft am Leonorenweg in Steglitz-Zehlendorf sind das die Standorte Lindenberger Weg in Pankow und Kiefholzstraße in Neukölln. Insgesamt vier Gebäude sind bisher von Geflüchteten bewohnt.

Die erste modulare Unterkunft wurde Ende Januar bezogen. In die zwei fünfstöckigen Bauten in der Wittenberger Straße in Marzahn-Hellersdorf zogen 390 Menschen ein. Das bisher letzte MUF sollte nach Angaben des LAF am vergangenen Montag belegt werden. Zunächst sollten 75 Personen aus der Notunterkunft Alt-Moabit 82 in die Albert-Kuntz-Straße in Marzahn-Hellersdorf ziehen.

Durch die modulare Bauweise und den Einsatz von Fertigelementen konnten die Unterkünfte schneller gebaut werden als herkömmliche Gebäude - allerdings waren die ersten Bauten später bezugsfähig als ursprünglich angenommen. Nach Klagen von Mitbewerbern musste die Ausschreibung für den Betrieb der Unterkünfte in vielen Fällen wiederholt werden. Um die Wahrscheinlichkeit für erneute Klagen zu reduzieren, holte sich das LAF Unterstützung von einer Rechtsanwaltskanzlei. jot

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