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Installation gegen den Krieg

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In Berlin soll ab Freitag die Anti-Kriegs-Skulptur »Monument« des deutsch-syrischen Künstlers Manaf Halbouni präsentiert werden. Die Installation aus drei hochkant stehenden, ausrangierten Bussen wird bis 26. November vor dem Brandenburger Tor zu sehen sein, wie das Berliner Maxim-Gorki-Theater ankündigte. Das zwölf Meter hohe Kunstwerk symbolisiert Barrikaden aus Bussen, die im syrischen Aleppo 2015 während der Kampfhandlungen in der Stadt zum Schutz der Zivilbevölkerung vor Scharfschützen aufgerichtet wurden.

Die Skulptur »Monument« hatte von Anfang Februar bis April dieses Jahres vor der Dresdner Frauenkirche gestanden und dort massive Proteste hervorgerufen. Vor allem Anhänger der fremdenfeindlichen »Pegida«-Bewegung sahen das Gedenken gestört, mit dem jedes Jahr am 13. Februar an die 1945 erfolgte Zerstörung der sächsischen Metropole erinnert wird. Massiv angegriffen wurde auch Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP). Er erhielt von Gegnern des Kunstwerks teilweise Morddrohungen.

In Berlin soll »Monument« nun auf dem Platz des 18. März neben dem Brandenburger Tor im Rahmen des 3. Berliner Herbstsalons präsentiert werden. Der Schirmherr der Aktion, Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Linkspartei), hatte den Standort für die Installation von Manaf Halbouni bereits begrüßt. Das Kunstwerk werde an einem Ort aufgestellt, wo sich historische und aktuelle Linien bündeln, »die für die freiheitliche und demokratische Tradition, für die erkämpften und friedlich errungenen Freiheitsrechte stehen«. Das Kunstwerk solle »uns in Gespräche und Austausch bringen darüber, wie Zerstörung, Leid und Krieg überwunden werden können und Versöhnung möglich ist«, hatte Lederer betont.

Halbouni hatte sein Kunstwerk angesichts der Kontroverse in Dresden verteidigt. Mit dem Projekt verbinde er die Hoffnung, dass Aleppo nach dem Ende des Bürgerkriegs in Syrien - wie Dresden nach dem Zweiten Weltkrieg - wieder aufgebaut wird, hatte der Künstler im Frühjahr gesagt. Das Maxim-Gorki-Theater präsentiert im Rahmen des Herbstsalons noch Arbeiten von weiteren rund 100 Künstlern. epd/nd

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