Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Klimaschutz ohne Gewähr

Kurt Stenger über die Zukunft des EU-Emissionshandels

  • Von Kurt Stenger
  • Lesedauer: 1 Min.

Klimaschutz ist nach den besonders schlimmen Naturkatastrophen in diesem Jahr wieder en vogue. Doch es bleibt bei Sonntagsreden. Das Problem, wie auch beim laufenden UN-Gipfel in Bonn deutlich zutage tritt, ist weniger, dass die bisher von den Staaten versprochenen Reduktionen beim CO2-Ausstoß wohl nicht ausreichen werden, die Erderwärmung auf ein noch verkraftbares Maß zu begrenzen. Vielmehr gibt es keine Gewähr, dass selbst diese wenig ambitionierten Ziele überhaupt erreicht werden. Während einzelne Staaten relativ einfach nachbessern könnten, ist die EU ein äußerst schwer zu manövrierender Tanker. Neben EU-Kommission und Europarlament mischen 28 nationale Regierungen mit, deren Haltung zum Klimaschutz von aufgeschlossen über diffus bis unwillig reicht.

Angesichts der unübersichtlichen Lage ist es kein Wunder, dass die EU nur ein einziges verbindliches Klimaschutzinstrument zustande gebracht hat: den Emissionshandel. Und dieses ist bisher völlig wirkungslos, da alle Regierungen die schützenden Hände über ihre stromintensiven Unternehmen gelegt haben. Da viel zu viele Zertifikate im Umlauf sind, die fast nichts kosten, gibt es keinen Zwang, den CO2-Ausstoß in nennenswertem Maße zu reduzieren. Auch die angedachte Reform wird dieses Grundproblem nicht lösen, zumal der Markt generell viel zu volatil für eine langfristige Transformation der Wirtschaftsweise ist. Besonders in der EU bleibt Klimaschutz: ein Versprechen.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung
  • Lastschrift

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln