AfD-Wähler in Sachsen überwiegend ältere Männer

Kamenz/Leipzig. Die AfD in Sachsen hat bei der Bundestagswahl am 24. September vor allem unter männlichen Wählern stark abgeschnitten. Während Männer der Partei zu 33 Prozent ihre Zweitstimme gaben, waren es unter den weiblichen Wählern nur 21 Prozent, wie der Landeswahlleiter am Dienstag in Kamenz mitteilte. Bezogen auf die gesamte Wählerschaft erreichte die AfD demnach in der Gruppe der 45- bis 60-Jährigen die meiste Zustimmung. Die Analyse stützt sich auf hochgerechnete Befragungsergebnisse aus 135 der gut 4.100 sächsischen Urnen- und Briefwahlbezirke.

Demnach erhielten CDU, SPD und Linke jeweils bei den über 70-jährigen Wählern die meisten Stimmen. Grüne und FDP schnitten hingegen bei den 18 bis 25 Jahre alten Wählern am besten ab. Die meisten Nichtwähler und damit die niedrigste Wahlbeteiligung machten die Statistiker mit 49,2 Prozent in der Gruppe der über 70 Jahre alten Frauen aus. Zudem gaben Männer und Frauen dieser Altersgruppe 33 der ungültigen Erst- und 39,8 Prozent der ungültigen Zweitstimmen ab.

Die AfD hatte bei der Bundestagswahl sachsenweit mit 27 Prozent die meisten Zweitstimmen erhalten und war knapp vor der CDU (26,9) gelandet. Zudem holte die AfD im Freistaat bundesweit ihre einzigen drei Direktmandate. Die Wahlbeteiligung in Sachsen lag bei 75,4 Prozent. Agenturen/nd

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