Werbung

Menschenkette gegen Atomwaffen

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Der frisch erwählte Friedensnobelpreisträger ICAN macht Druck. Zusammen mit mehreren Friedensorganisationen will die Anti-Atomwaffen-Kampagne am Samstag in Berlin mit einer Menschenkette zwischen den Botschaften der USA und Nordkoreas gegen eine Eskalation des Konflikts und gegen Aufrüstung demonstrieren. Gleichzeitig soll die Bundesregierung aufgefordert werden, den Atomwaffenverbotsvertrag der Vereinten Nationen zu unterschreiben.

Gegenüber »nd« sagt Felix Werdermann von der Anti-Atomwaffen-Kampagne ICAN, der Konflikt zwischen Nordkorea und den USA zeige, dass »nukleare Abschreckung eben nicht mehr Sicherheit bietet, sondern zu Unsicherheit führt«. Um 11 Uhr treffen sich die Demonstranten am Brandenburger Tor. Sobald die Menschenkette steht, sollen zwei originalgroße Atombombenattrappen von den beiden Botschaften aus eine zwei Meter große Weltkugel verfolgen, die über die Köpfe der Menschen weitergereicht werden soll. Bei der Abschlusskonferenz soll Bundeskanzlerin Angela Merkel dazu aufgefordert werden, dem Atomwaffenverbot beizutreten. »Wir wollen die Doppelmoral der Bundesregierung offenlegen, die sich einerseits zu eine atomwaffenfreien Welt bekennt, aber andererseits den Atomwaffenverbotsvertrag nicht unterzeichnet«, erklärt Werdermann.

Nicht nur in Berlin wird für Abrüstung demonstriert. Bundesweit ruft die Friedensbewegung dazu auf, für eine Politik des Friedens zu werben. Während der Sondierungsgespräche über eine Jamaika-Koalition soll eine künftige Bundesregierung aufgefordert werden, alle Kriegseinsätze zu beenden. So wird beispielsweise in Frankfurt am Main um 11.55 Uhr am Hauptbahnhof demonstriert. Die Friedensbewegung möchte den Parteien Druck machen, den Rüstungshaushalt nicht weiter zu steigern. »Denn Krieg löst keine Probleme. Krieg führt zu weiterer Gewalt, Flucht und Vertreibung«, heißt es in dem Aufruf zu den Protesten. Und: Die Bundesrepublik müsse sich jenen 122 Staaten anschließen, die im Rahmen der UNO für ein Verbot der Atomwaffen eintreten: »Atomwaffen abschaffen« und bei den in Büchel in Rheinland-Pfalz stationierten anfangen. ais

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!