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Im Schatten des Ararat

Armenien – Besuch in einem Land mit großer Geschichte

  • Von Lilo Solcher
  • Lesedauer: ca. 6.5 Min.
Wenn Charles Aznavour einmal in seiner großzügigen Villa in Jerewan ist, dann kann er bei klarem Wetter den heiligen Berg der Armenier am Horizont ausmachen. Doch der Ararat steht nicht mehr auf armenischem Boden. »Der heilige Berg ist auf der falschen Seite«, sagt Touristenführer Aramajis Mnatsakanjan und lacht, als hätte er einen blöden Witz gemacht.

Doch die Sache ist ernst. Der charakteristische Vulkan mit dem weiß überpuderten Gipfel, an dem die Arche Noah nach der Sintflut gestrandet sein soll, ist zwar im Nationalwappen abgebildet, befindet sich aber in Feindesland - im türkischen Ostanatolien.

Rund um den 5137 Meter hohen Berg breiteten sich bis 1915 die armenischen Ostprovinzen aus. Der von der Türkei bis heute geleugnete Völkermord an den Armeniern beendete eine Jahrtausende alte Geschichte, und er ist eine schwärende Wunde im Gedächtnis der Armenier - auch der jungen. Aramajis, flink, drahtig und immer zu einem Scherz...


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