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Im südlichen Afrika stoßen der Weltfriedensdienst und STEPS mit Filmen gesellschaftlichen Wandel an

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Aufklärung und Bildung per Film im südlichen Afrika.
Aufklärung und Bildung per Film im südlichen Afrika.

Das südliche Afrika ist die Region mit der jüngsten Bevölkerung weltweit. Armut, schlechte Bildungschancen, Arbeitslosigkeit und Krankheiten wie HIV/AIDS treffen vor allem junge Menschen. Umweltzerstörung bedroht ihre Lebensgrundlagen. Jugendlichen bleibt oft die aktive Teilhabe an gesellschaftlichen Entscheidungen, sogar auf ihr eigenes Leben bezogen, verwehrt. Besonders Mädchen und junge Frauen sind betroffen von geschlechtsspezifischer Gewalt, Abhängigkeitsbeziehungen, Teenagerschwangerschaften und Schulabbruch. Viele junge Menschen sehen keine Perspektive. Damit wird auch ihr Potenzial für die Entwicklung der ganzen Region verschenkt.

Diesen jungen Menschen eine Stimme zu geben, ist das Ziel von STEPS, der Partnerorganisation des Weltfriedensdiensts. Mit einem Netz aus Selbsthilfeinitiativen und NGOs setzt STEPS öffentliche Vorführungen von Dokumentarfilmen für die Menschenrechtsarbeit ein. In mittlerweile fünfzig Filmen erzählen junge Menschen ihre eigenen Geschichten, reden mutig über Tabus und werden so zu Akteuren in ihrer eigenen Sache. STEPS produziert die Filme nicht nur, sondern bringt sie auch zu den Menschen in ihre Dörfer, in ihre Gemeinschaften - in ihrer Sprache. Fehlende Kinosessel oder eine fehlende Leinwand halten die Macher in ihrem Engagement nicht auf: »Ein Dorfplatz oder eine Hütte reichen aus - und fehlende Vorführgeräte bringen wir mit Jeep oder Boot in die entlegensten Winkel«, führt Elaine Maane von STEPS aus.

Nach den Vorführungen moderieren von STEPS ausgebildete Jugendliche die Diskussion. So werden die Filme zu Instrumenten für soziales Lernen: Die Menschen sind gespannt auf das, was sie sehen. Sie fühlen mit, sie verstehen, sie finden sich in den Geschichten wieder. Oft hinterfragen sie eigene Einstellungen, reden mit und - handeln.

Der Weltfriedensdienst arbeitet mit STEPS in sieben Ländern des südlichen Afrika. Die Organisation schafft einen Raum für Verständnis und daraus entsteht Akzeptanz. Erfahrung teilen hilft.

Die Autorin arbeitet als Referentin für Öffentlichkeitsarbeit beim Weltfriedensdienst.

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