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Seehofers Weste

Uwe Kalbe sieht eine Verquickung des CSU-Machtkampfs mit Jamaika

  • Von Uwe Kalbe
  • Lesedauer: 1 Min.

Die Verantwortung für das Land angeblich hielt die Jamaika-Sondierer bisher bei der Stange und seit Wochen trotz schier unüberbrückbarer Differenzen auf engstem Raum beieinander. Doch natürlich war es neben der Verlockung der Macht auch die Aussicht, gegen den Widerstand der Gegenseite eigene Vorhaben in Regierungspolitik umzusetzen. Je schwerer der Sieg, desto größer der Ruhm. So gesehen war das Risiko Horst Seehofers von Anfang an am größten. Die Grünen haben Prinzipien als Spieleinsatz zu bieten, aber jeder Kompromiss, den die CSU zugunsten einer Jamaikakoalition eingeht, wirkt wie ein persönlich verschuldeter Fleck auf Seehofers Weste. Wenn er noch eine Chance im bayerischen Machtkampf haben wollte, müssten sich die Grünen vor ihm im Staub wälzen.

Ein Scheitern der Sondierungen ist da nur die zweitbeste Lösung, aber immer noch besser als eine Koalition, in der die CSU an der Seite der Grünen die Familien von Geflüchteten hereinwinkt. Die Koalition platzen zu lassen, um diesen Anblick zu verhindern, könnte der CSU in Neuwahlen als womöglich einziger Partei einen kalkulierbaren Zuwachs gegenüber den nach eigenem Maßstab kläglichen 38,8 Prozent vom September verschaffen. Zumindest im Gedankenkosmos der Bajuwaren wäre das sogar Grund genug, Seehofer eine neue Gnadenfrist zu geben.

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