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Ich will meinen Untergang!

  • Lesedauer: 2 Min.

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Dass die bekannte slowenische Trachtengruppe Laibach die allererste europäische Rockband war, die in Nordkorea, dem letzten noch existierenden stalinistischen Jurassic Park, auftreten durfte, ist nicht ohne Komik.

Immerhin ist bei dem nun schon Jahrzehnte währenden, ermüdenden Hantieren der Gruppe mit monumentalen Inszenierungen, donnerndem Pathos sowie faschistischer und Sowjet-Ästhetik nie ganz klar geworden, wo die Ironie beginnt und das postmoderne Spiel mit Zitat und Pastiche aufhört. Allerlei »semiotische Verwirrspiele«, »ironische Politik-, Wirtschafts- und Kulturkritik«, »Überaffirmation« und »Provokation« betreibe die Band, so wird immer gesagt. Auch die Äußerungen der Gruppenmitglieder selbst bleiben meist schillernd und lassen jene Fragesteller, die bei der Band nach einer eindeutigen politischen Orientierung suchen, ratlos zurück: »Wir sind so sehr Faschisten, wie Hitler ein Maler war.«

Ihr aktuelles, im Sommer erschienenes Album »Also sprach Zarathustra« vertont Texte Friedrich Nietzsches, es handelt sich um Musik, die ursprünglich für eine Theaterproduktion geschrieben wurde. Der Sänger, Milan Fras, tut dabei das, was er immer tut: Im Kasernenhofton, mit Bassstimme und rollendem R skandiert er zum elektronischen Fanfaren- und Bombastpop die Texte: »Der Mensch ist gegen sich selber / Das grausamste Tier / Dunkel ist die Nacht / Ich will meinen Untergang.« Jaja, ist ja schon gut. tbl Foto: Maya Nightingale

Konzert: Laibach, 20.11., 20 Uhr, Kesselhaus in der Kulturbrauerei, Prenzlauer Berg

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