Werbung

Bulgarien feiert Tennisweltmeister Dimitrow

In seiner Geburtsstadt Haskowo wird der Center Court nach »Grischo« benannt, der auch mit seinem Privatleben für Schlagzeilen sorgt

  • Von Nikolai Huland und Elena Lalowa, London
  • Lesedauer: 3 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

In seiner Geburtsstadt Haskowo feiern die Menschen eine spontane Party, Staatspräsident Rumen Radew gratuliert via Facebook - doch nach seinem Sieg im Finale gegen den Belgier David Goffin bleibt Grigor Dimitrow ganz bescheiden. Von neuen Machtverhältnissen im Tennis will der Bulgare nicht sprechen. »Es ist ein tolles Fundament, auf dem ich für nächstes Jahr aufbauen kann«, sagt der 26-Jährige nach dem größten Erfolg seiner Karriere.

In London hatte Dimitrow, der mit drei Jahren von seinen Eltern die ersten Tennisschritte lernte, am Sonntag erstmals die ATP World Tour Finals gewonnen. Und zum ersten Mal seit 2009 hieß der Sieger der WM nicht Roger Federer, Novak Djokovic oder Andy Murray.

Kommt nun seine Zeit, schlägt nun die Stunde des Grigor Dimitrow, der seit 2008 als Profi tourt und bereits 2013 in Stockholm sein erstes ATP-Turnier gewann?

Der Weltmeister hält sich da mit klaren Aussagen zurück, er will einfach weiter nur auf sich achten - und noch härter trainieren. Ein Ziel von ihm sei, ein Grand-Slam-Turnier zu gewinnen. »Das ist schon immer ein Traum von mir gewesen«, betonte er nach dem Sieg in London. »Ich habe noch viel zu geben. Ich will besser und noch besser spielen.«

Das wird vor allem seine Eltern glücklich machen. Grigor ist ein Einzelkind, sein Vater ist Tennistrainer, seine Mutter arbeitet als Sportlehrerin. Seit seinem fünften Lebensjahr spielt der Filius regelmäßig Tennis. In seiner Geburtsstadt Haskowo im Süden Bulgariens soll der Center Court nun den Namen »Grigor Dimitrow« tragen.

»Grischo«, wie er liebevoll in seiner Heimat genannt wird, ist nicht nur ein Vorzeigeprofi, sondern auch ein Frauenschwarm. Nicht nur sein Aufstieg zum Weltmeister und Tennismillionär, sondern auch sein Privatleben wird mit viel Neugier beäugt. Seine derzeitige Lebensgefährtin ist die Sängerin Nicole Scherzinger, einst Frontfrau der Band Pussycat Dolls und ehemalige Partnerin von Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton.

»Nach dem Sieg in London grüßte ich Nicole, weil sie Teil meiner Familie ist«, zitierte die bulgarische Zeitung »24 Tschassa« den jubelnden Dimitrow. Schon seit Jahren füllt Dimitrow mit seinen jeweiligen Freundinnen die Seiten der Boulevardzeitungen in seinem Heimatland. Eine frühere Freundin war die russische Tennisspielerin Maria Sharapowa.

Federer, Djokovic, Murray - dieses Trio und der Spanier Rafael Nadal haben in den vergangenen Jahren fast alles gewonnen, was wichtig ist. Die großen Vier, wie sie auch genannt werden, sind alle mindestens 30 Jahre alt. Federer ist schon 36. Grigor Dimitrow hingegen ist 26. Genau wie sein Finalgegner David Goffin.

»Nach dieser Woche bin ich mental ein besserer Spieler«, sagte Goffin, der in dem engen Dreisatzfinale eine starke Leistung zeigte. Er sei verdient bei dem Turnier dabei gewesen - unter den besten Acht der Welt.

Der Bulgare und der Belgier sind Teil einer Generation, die langsam das Kommando übernimmt Goffin besiegte im WM-Halbfinale überraschend und verdient den formstarken Federer. In der Gruppenphase bezwang er Nadal, der sich danach wegen Knieschmerzen aus dem Turnier zurückzog. dpa/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen