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Konsum, Konkurrenz, Krise, Krieg

Kritische Theorie. Hmmm. Was war das jetzt noch mal genau? Man kennt sich ja heute hierzulande ziemlich gut aus mit Fußballbundesliga, Reinheitsgebot, »Deutschland sucht den Superstar«, Judenkritik und Würstchen mit Kartoffelsalat. Aber Kritische Theorie? Nee, nie gehört. Ist das womöglich wieder irgendwas, das die da oben hinter verschlossenen Türen ausgeheckt haben? Oder die weltfremden Bücherwürmer in ihrem hermetisch von der sozialen Realität abgeriegelten Universitätselfenbeinturm? Kritische Theorie, Kritische Theorie. Moment mal. Irgendwo dämmert es dann doch im Oberstübchen … Kritische Theorie. Könnte die irgendwas was mit dem beschädigten Leben im Spätkapitalismus zu tun haben, in dem jenseits von stumpfsinnigem Arbeitstrott, sozialer Verelendung, Konkurrenz, Konsum und Totalverblödung nichts existiert? Könnte es möglicherweise um eine Kritik der deprimierenden kapitalistischen Gegenwart gehen?

Sich am Denken Adornos orientierend, entwirft die Essaysammlung »Grenzsteine« in einer Reihe von Aufsätzen eine »globale Perspektive kritischer Theorie«. Es sollen Zusammenhänge erhellt werden, »indem gefragt wird, was der gewaltsame Zerfall von Gesellschaften weltweit und das Schwinden von Fortschrittsutopien für kritische Gesellschaftstheorie bedeuten«. Zwei der Herausgeber, Arne Kellermann und Jakob Hayner, präsentieren den Band und laden zur Diskussion ein. tbl Foto: Kristina Rippen

Buchvorstellung und Diskussion: »Grenzsteine - Beiträge zur Kritik der Gewalt«, 21.11., 20 Uhr, Buchladen Schwarze Risse, Kreuzberg

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