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Bei Rückruf wird abgezockt

Telefonbetrüger am Werk: Warnung vor Ping-Anrufen

  • Von Jürgen Holz
  • Lesedauer: 2 Min.

Die inzwischen bekannt gewordenen Fälle betreffen Telefonkunden bundesweit, die auf die neue Betrugsmasche reingefallen sind. So rief eine Brandenburgerin eine ihr fremde Telefonnummer unter den verpassten Anrufen auf ihrem Handy zurück und geriet an eine Arabisch sprechende Frau. Für diesen Rückruf stellte ihr Telefonanbieter der Frau die Gebühren in Rechnung. Und die sind nicht eben gering, denn der Rückruf führte nach Marokko.

Kein Einzelfall: Besonders beliebt sind derzeit solche Anrufe aus Tunesien (Ländervorwahl 00216), Marokko (00212), Burundi (00257), Seychellen (00248) und die Elfenbeinküste (00225).

Der Trick: Die Anrufer lassen es nur ganz kurz klingeln und setzen darauf, dass die Angerufenen zurückrufen. Tun sie das, ist das kostspielig. Denn bei diesen Rufnummern können für die Gebühren pro Minute mehrere Euro fällig werden. Diese Gebühren tauchen später in der Telefonrechnung des Anschlussanbieters auf.

Dahinter stecken kriminelle Banden, die über die Telefongebühren viel Geld verdienen, ohne selbst ein großes Risiko einzugehen. Polizei und Verbraucherschützer warnen daher vor sogenannten Ping-Anrufen, bei denen Rückrufe provoziert werden. Sie raten: Bei unbekannte Nummern aus dem Ausland nicht zurückrufen.

Was aber können Betroffene tun? Sie können sich an die Bundesnetzagentur wenden und dort die unbekannte Nummern melden. Die Behörde registriert sie und verhängt ein Rechnungslegungs- und Inkassoverbot. Andere Telefonkunden, die später ebenfalls von der jeweiligen Nummer kontaktiert werden, können sich dann darauf berufen und brauchen die Verbindung nicht zu bezahlen.

Allerdings geschieht das nicht automatisch. Die Verbraucher müssen auch bei ihren Telefonanbietern aktiv werden. Denn die Verbote werden nur für eine vorübergehende Zeit ausgesprochen und erfassen nur die jeweils gemeldeten Nummern. Wenn die Betrüger auf eine andere Nummer umsteigen, geht die Betrügerei wieder von vorne los.

Rufnummernmissbrauch: Bundesnetzagentur, Nördeltstr. 5, 59872 Meschede. Hotline: Montag bis Mittwoch von 9 bis 17 Uhr, Donnerstag von 9 bis 18 Uhr, Freitag von 9 bis 16 Uhr unter Telefon (0291) 9955 206, Telefax (6321) 934-111.

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