Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Erst Sotschi, dann Genf

Roland Etzel zu den aktuellen Syrien-Verhandlungsrunden

  • Von Roland Etzel
  • Lesedauer: 1 Min.

Man rüstet wieder einmal zu Syrien-Verhandlungsrunden in Genf. Die bisherigen Treffen in der Schweiz verdienten das Attribut »Verhandlungen« allerdings nicht, wurden sie doch ausnahmslos als Gelegenheit missbraucht, sich selbst zu präsentieren und die gegnerische Partei nicht einmal eines Blickes zu würdigen, geschweige denn mit ihr zu reden.

In besonderer Weise negativ hervorgetan hat sich darin die syrische Exilopposition, die stets darauf beharrte, dass erst Präsident Assad zurücktreten müsse. Dann könne man reden, unter Umständen. Darauf werden die Exilgruppen wohl auch derzeit wieder in Saudi-Arabien eingeschworen. Nach den beachtlichen, mit iranischer und russischer Hilfe erlangten militärischen Erfolgen der syrischen Staatsmacht, ist dies aktuell nicht nur kontraproduktiv, sondern auch unrealistisch. Allerdings gerät die Betonfraktion deshalb nun unter Druck, wird doch offensichtlich, dass ihre Strategie des »Alles oder Nichts« die Opposition dem »Nichts« schon recht nahe gerückt hat.

Immer wichtiger werden ohnehin Vorgespräche, wie die gestrigen in Sotschi. Sollte sich Gastgeber Putin mit Erdogan und Ruhani weiter auf einen Modus vivendi verständigen können, sind ohnehin sie es, die die Marschrichtung bestimmen, nicht Riad, schon gar nicht der Westen.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln