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Erst Sotschi, dann Genf

Roland Etzel zu den aktuellen Syrien-Verhandlungsrunden

  • Von Roland Etzel
  • Lesedauer: 1 Min.

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Man rüstet wieder einmal zu Syrien-Verhandlungsrunden in Genf. Die bisherigen Treffen in der Schweiz verdienten das Attribut »Verhandlungen« allerdings nicht, wurden sie doch ausnahmslos als Gelegenheit missbraucht, sich selbst zu präsentieren und die gegnerische Partei nicht einmal eines Blickes zu würdigen, geschweige denn mit ihr zu reden.

In besonderer Weise negativ hervorgetan hat sich darin die syrische Exilopposition, die stets darauf beharrte, dass erst Präsident Assad zurücktreten müsse. Dann könne man reden, unter Umständen. Darauf werden die Exilgruppen wohl auch derzeit wieder in Saudi-Arabien eingeschworen. Nach den beachtlichen, mit iranischer und russischer Hilfe erlangten militärischen Erfolgen der syrischen Staatsmacht, ist dies aktuell nicht nur kontraproduktiv, sondern auch unrealistisch. Allerdings gerät die Betonfraktion deshalb nun unter Druck, wird doch offensichtlich, dass ihre Strategie des »Alles oder Nichts« die Opposition dem »Nichts« schon recht nahe gerückt hat.

Immer wichtiger werden ohnehin Vorgespräche, wie die gestrigen in Sotschi. Sollte sich Gastgeber Putin mit Erdogan und Ruhani weiter auf einen Modus vivendi verständigen können, sind ohnehin sie es, die die Marschrichtung bestimmen, nicht Riad, schon gar nicht der Westen.

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