Ein Trauerspiel

Wer in Deutschland Angehörige bestatten muss, bekommt es mit der Bürokratie zu tun - bis hin zur Schikane

  • Von Ulrich Gineiger
  • Lesedauer: ca. 6.5 Min.

An einem trüben Januartag vor zwei Jahren sucht der zehnjährige Lucien Pütz das Grab seines Vaters auf, der viel zu früh verstorben ist. Er liegt auf dem Friedhof in Düren in Nordrhein-Westfalen. Luciens Trost ist es, seinem Vater von den Erlebnissen des Tages zu berichten. Das geht so lange gut, bis der Junge von einem Mitarbeiter der Friedhofsverwaltung erwischt wird. Er wird augenblicklich vom Friedhof verwiesen. Seine Mutter Yvonne Pütz berichtet, der Junge habe geweint ohne Ende. Sie spricht in der Friedhofsverwaltung vor und erhält die Auskunft, dass der Junge ohne Begleitung Erwachsener erst ab 14 Jahren den Friedhof betreten dürfe, und zwar - die Frau traut ihren Ohren nicht - »aus versicherungsrechtlichen Gründen«. Praktisch bedeutet dies, der Junge darf zwar mit sieben Jahren allein zur Schule gehen, aber mit zehn Jahren nicht auf den Friedhof.

Allein, die Verwaltungsbeamten bleiben hart. Als schließlich Medien im gesamt...

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