• Kultur
  • Kritik am Kapitalismus

Im Unbewussten gibt es keine Eigentumsschranken

Der Sozialpsychologe Gerhard Vinnai über Notwendigkeit und Schwierigkeit der Kritik des Privateigentums

  • Von Guido Speckmann
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.
Deutliches Zeichen der Bindung der Subjektivität an das Privateigentum: Hier wache ich!

Herr Vinnai, die Kritik am Kapitalismus nimmt seit rund zehn Jahren, seit der Finanzkrise, zu. Auffallend ist jedoch, dass lediglich die Verteilung, kaum aber die Art und Weise, wie produziert wird, in der Kritik steht. Kapitalistische Eigentumsverhältnisse werden nicht in Frage gestellt. Woran liegt das?
Ich sehe sehe drei Gründe: Erstens blockiert die Übermacht privater Interessen und die mit ihnen verbundene private Kontrolle von Medien öffnende Diskurse.

Wie muss man sich das vorstellen? Beschweren sich Eigentümer von Zeitungen in der Redaktion, wenn Kritisches über die Eigentumsverhältnisse gedruckt worden ist?
Die Journalisten, die in privaten Medien arbeiten, haben üblicherweise die Normen des privaten Eigentums so verinnerlicht, dass sie gar nicht auf die Idee kommen, dieses infrage zu stellen. Das erspart ihnen natürlich auch Konflikte mit den Eigentümern und Werbekunden.

Und die weiteren Gründe?
Offenbar haben zw...


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