Geständnisse aus dem Jenseits

In seiner «Geheimen Autobiographie» überrascht Mark Twain mit politischen Wutausbrüchen und privaten Bekenntnissen

  • Von Holger Teschke
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.

Es ist einfacher, die Leute zum Narren zu halten, als sie davon zu überzeugen, dass sie zum Narren gehalten werden.« Eine Postkarte mit diesem Zitat und einem altersmilden Porträt von Mark Twain verkauft sich zurzeit in vielen Buchhandlungen in den USA fast so gut wie seine »Geheime Autobiographie«, die seit dem sensationellen Erfolg des ersten Bandes im Jahr 2010 lange auf den Bestsellerlisten stand. Das möchte man dem dritten Teil der gerade im Aufbau- Verlag erschienenen und von Hans-Christian Oeser wieder vorzüglich übersetzten deutschen Ausgabe ebenfalls wünschen.

Dem 1835 in Florida, Missouri geborenen Samuel Langhorne Clemens wurde es nicht an der Wiege gesungen, dass er eines Tages zu den »Founding Fathers« der nordamerikanischen Literatur gehören würde. Aufgewachsen war er als Sohn eines kleinen Geschäftsmanns und Friedensrichters in Hannibal am Ufer des Missouri, einem Ort, den er später als St. Petersburg in »Tom Sawyer...


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