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Ganz ohne geht es eben nicht

Die Gartenkolumne

Mal ehrlich, auch wenn auf der Scholle Winterruhe angesagt ist, so ganz ohne geht es nicht. Und strahlt die Sonne an einem schönen Wintervormittag, heißt es dann oft: Lass uns doch mal nachschauen. Ein paar Stunden an der frischen Luft - das ist doch was.

Vielleicht stößt man dann auf ein paar Dinge, die man ganz einfach vergessen hat. Oder die man bis dato noch nicht tun konnte. Beispielsweise das restliche Laub, das die Bäume freundlicherweise im November noch in ihren Zweigen festgehalten haben. Es sollte nicht auf dem Rasen liegen bleiben. Der braucht Licht und Luft und möchte sich im Frühjahr schadlos präsentieren. Und möglichst ohne Schneeschimmel. Der kann zwar das ganze Jahr über auftreten, vorrangig jedoch in den kühlen Monaten. Er braucht eine Temperatur von bis zu 10 Grad Celsius, um sich entwickeln zu können.

Schneeschimmel im Rasen erkennt man an weißen bis bräunlichen Stellen, die stellenweise auftreten oder sich durch die gesamte Rasenfläche ziehen können. Es handelt sich um eine Pilzerkrankung, die von einem Pilz mit dem Namen Gerlachia nivalis verursacht wird. Er kann sich nur entwickeln, wenn die Pflanzen geschwächt sind.

Deshalb sollte das Abharken von Laub im Herbst ebenso gewissenhaft durchgeführt werden wie eine dezente, aber dennoch regelmäßige Düngung.

Sollte sich Schneeschimmel im Rasen gebildet haben, muss dieser gut ausvertikutiert werden. Sind die Pflanzen zerstört, hilft nur ein punktuelles Nachsäen, um die Rasenfläche wieder aufzufrischen. Aber das hat wohl noch etwas Zeit.

Weniger Zeit wollen uns die winterlichen Gartenfreunde lassen, die um die Futterhäuschen und Knödelkörbe flattern. Es ist gut, hier immer wieder für Futternachschub zu sorgen. Das schafft auch eine gewisse »Bindung«.

Übrigens, nicht alle dieser Körner- und Knödeleinrichtungen sollte man im Frühjahr abnehmen. Wenn Meise, Kleiber, Amsel und Sperling sich ihrem Nachwuchs widmen müssen, dann wird schnell mal für sich ein Körnchen gepickt und dabei sicher dieser oder jener Fiesling im Apfel- oder Kirschbaum erwischt. Die Brut dankt's.

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