Werbung

Dresden überrascht mit einem Erfolg beim Tabellenzweiten

3:1 siegt Dynamo Dresden bei Fortuna Düsseldorf und geht mit neuem Selbstbewusstsein ins Derby gegen Aue

Düsseldorf. Der Sieg von Dynamo Dresden beim Aufstiegsaspiranten Fortuna Düsseldorf war wie eine Erlösung. »Das hat richtig gut getan, den Ballast der vergangenen Wochen abzubauen«, sagte Kapitän Marco Hartmann vom sächsischen Fußball-Zweitligisten nach dem 3:1-Erfolg am Montagabend.

Es war der erste Sieg nach zuvor fünf sieglosen Spielen in Serie. Und das richtige Lebenszeichen der Elbestädter im Abstiegskampf. Zwar ist man vor dem Sachsen-Derby am Sonntag gegen den FC Erzgebirge Aue mit 17 Zählern weiterhin auf Relegationsrang 16, doch die Konkurrenz nach unten ist auf Abstand gehalten worden. Innenverteidiger Florian Ballas sieht sein Team nun daheim gefordert: »Dann hast du Aue zu Hause, wo du auch in der Pflicht bist. Dann kannst du ruckzuck wieder Anschluss nach oben schaffen.«

Die Erzgebirger liegen mit nur zwei Punkten Vorsprung auf Platz zehn. »Es war ein erster Schritt, aber der Maßstab für jedes weitere Spiel. Jeder muss das speichern, was er geleistet hat und jetzt jede Woche abrufen. Dann kommen wir auch unten wieder raus«, forderte Hartmann. Endlich zeigte sein Team wieder diese typischen Tugenden: Diszipliniert in der Defensivarbeit, robust in den Zweikämpfen und nervenstark vor dem gegnerischen Tor.

191 Sekunden dauerte es bis zum Führungstreffer, nach neun gespielten Minuten führte man bereits mit 3:0. Hartmanns Kopfball zum 1:0 nach einer Ecke war einstudiert und bereits der zwölfte Treffer nach einer Standardsituation. Mit der Stärke in den Standards soll auch Aue - wie bereits im Februar beim 4:1-Sieg - bezwungen werden. »Wir werden uns gewissenhaft darauf vorbereiten. Jedes Spiel kann auch wieder anders laufen, wir können nicht jede Woche so schöne Tore schießen oder nach 20 Minuten 3:0 führen. Damit muss man auch umgehen, das ist dann wieder der nächste Schritt«, erklärte Trainer Uwe Neuhaus.

Am Sonntag feierte er seinen 58. Geburtstag. Für das Heimspiel hat er einen Wunsch: »Jetzt muss Schluss sein mit dem Selbstbedienungsladen Dynamo-Stadion. Da müssen wir in den Heimspielen die Konzentration auf Dinge legen, die Siege wahrscheinlicher machen. So wie heute.«

Düsseldorfs Trainer Friedhelm Funkel nahm die Niederlage gelassen. Gut gelaunt und Arm in Arm mit Dresdens Coach Uwe Neuhaus schlenderte er nach der ersten Heimniederlage und der verpassten Rückkehr an die Tabellenspitze durch die Katakomben der Arena. »Dass man mal eine Delle bekommt, das gehört dazu. Das ist kein Beinbruch«, meinte Funkel.

Allerdings steckt der seit fünf Pflichtspielen sieglose Aufstiegsaspirant vom Rhein vor dem Zweitliga-Spitzenspiel bei Tabellenführer Holstein Kiel am Samstag in einer mittleren Ergebniskrise. »Wir stehen aber auf Rang zwei, das ist hervorragend. Ich stehe weiterhin komplett hinter der Mannschaft«, betonte Fortunas Cheftrainer. dpa/nd

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln