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Erinnert: Das »S« in H & S

»Studio H & S« war ein Markenzeichen, stand für erstklassige Dokumentarfilme, die als Exportschlager aus der DDR international Aufmerksamkeit und Anerkennung fanden. Ab 1965 arbeitete Gerhard Scheumann mit Walter Heynowski zusammen, gemeinsam drehten sie auf fast allen Kontinenten, klagten imperialistische Kriege, Interventionen und Putsche ebenso an wie Kolonialismus und Neokolonialismus und erhielten zahllose Preise in Ost wie West. Zu ihren bekanntesten Streifen gehören »Der lachende Mann« über den deutschen Söldner Kongo-Müller (1966), »Piloten im Pyjama« über den Vietnamkrieg der USA (1968) sowie »Krieg der Mumien« über den Pinochet-Putsch (1974). Der im vergangenen Jahr verstorbene Berliner Germanist Frank Hörnigk hinterließ eine Biografie über Scheumann (1930 - 1998). Deren Veröffentlichung erlebte er selbst nicht mehr. Seine Witwe Therese Hörnigk stellt das Buch »›… es ist die Zeit, wo die Erinnerung an die Stelle der Hoffnung tritt‹. Das geteilte Leben des Gerhard Scheumann« (vbb, 264 S., br., 20 €) an diesem Mittwoch (19 Uhr) im Max-Lingner-Haus (Beatrice- Zweig-Str. 2) vor. nd

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