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Ausstellung zur jüdischen Geschichte

Alte Synagoge Erfurt

Kurz nach dem verheerenden Pogrom von 1349 mit rund 1000 Toten ist in Erfurt eine neue jüdische Gemeinde entstanden. Sie bestand einhundert Jahre. Unter dem Titel »Gekommen um zu bleiben?« informiert seit Mittwoch an in der Alten Synagoge erstmals eine Ausstellung über diese zweite jüdische Gemeinde in Erfurt von 1354 bis 1454. Die Schau ist bis zum 8. April zu sehen.

Die jüdische Gemeinde wuchs nach Angaben des Geschichtsmuseums rasch zu einer der größten Gemeinden im deutschsprachigen Raum an. Juden bereicherten das geistige, kulturelle und soziale Leben in Erfurt über Jahrzehnte. Gelehrte und etliche wohlhabende Geldhändler lebten hier.

In der Ausstellung geben Dokumente Auskunft über die Wohnverhältnisse, die Gemeindestruktur sowie die wirtschaftlichen Tätigkeiten. Auch zu Steuerverpflichtungen der Juden und die rechtliche Situation bis hin zu ihrer Abwanderung, nachdem im Frühjahr 1453 der Erfurter Rat erklärt hatte, dass er die Juden nicht weiter schützen könne und wolle, erfahren die Besucher Wissenswertes. dpa/nd

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