Jesper Juul

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Jesper Juul. In seinem Buch »Das kompetente Kind« entwirft der dänische Familientherapeut Jesper Juul eine Erziehungsmethode, die auf den sozialen Fähigkeiten des Kindes aufbaut. »Kinder werden mit allen sozialen und menschlichen Eigenschaften geboren. Um diese weiterzuentwickeln, brauchen sie nichts als die Gegenwart von Erwachsenen, die sich menschlich und sozial verhalten. Jede Methode ist nicht nur überflüssig, sondern kontraproduktiv, weil sie die Kinder für ihre Nächsten zu Objekten macht.«

Juuls Fokus liegt auf der Beziehung und nicht auf Methoden der Erziehung. Mit der Vorstellung des Menschen als kompetentes Wesen würdigt er zugleich die unterschiedlichen Möglichkeiten, die Erwachsene und Kinder haben, ohne in autoritäre oder antiautoritäre Muster zu verfallen. Impliziert ist das Lernen des Erwachsenen vom Kind. Die Beziehung ist auf Würde, Respekt, Verantwortung und Dialog gebaut, was gleichermaßen als Richtlinie beim Austragen von Konflikten fungiert. Juul entwarf hierfür den Begriff der »Gleichwürde«. Gleichwürdige Beziehungen zeichnen sich dadurch aus, dass Bedürfnisse und Anschauungen aller, unabhängig von Alter, Geschlecht oder Behinderung, »gleichermaßen ernst« genommen werden. tgn

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