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Bis die nächste Blase platzt

Die Digitalwährung Bitcoin ist ein Spekulationsobjekt wie viele andere

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Berlin. Das Platzen der Südsee-Blase im Sommer des Jahres 1720 ließ den Naturwissenschaftler Sir Isaac Newton resignieren. »Ich kann die Bewegung eines Körpers messen, aber nicht die menschliche Dummheit«, soll der Entdecker der Schwerkraft gesagt haben, nachdem der Kurs der Handelsgesellschaft South Sea Company nach einem Höhenflug in den Keller gerauscht war. Doch nicht nur die Dummheit der Anderen brachte Newton an den Rand der Verzweiflung, sondern auch seine eigene. Er hatte sich bei Spekulationen mit Aktien der South Sea Company verrechnet und 20 000 Pfund verloren.

Viel rechnen muss man auch heutzutage, wenn man bei den Spekulationen rund um die digitale Bitcoin-Währung mitmachen will. Und zwar nicht nur, um zu berechnen, ob es noch sinnvoll ist einzusteigen. Diese Woche stieg der Kurs zeitweilig auf fast 12 000 US-Dollar pro Bitcoin - das ist mehr als das Zehnfache des Wertes zu Jahresbeginn.

Das digitale Geld wird nicht durch eine Zentralbank geschöpft, sondern dezentral mittels Rechenoperationen, die den Bitcoin-Kreislauf am Leben halten. Dies kostet ziemlich viel Energie. Der Stromverbrauch des Bitcoin-Systems ist mittlerweile vergleichbar mit dem von Marokko. Doch noch immer scheint es lukrativ zu sein, Bitcoins zu schöpfen, weshalb immer mehr Menschen in das Geschäft mit der Kryptowährung einsteigen.

»Es tummeln sich auch Spekulanten und windige Geschäftemacher am Markt«, warnt schon die Wertpapier-Expertin der Bankenaufsicht BaFin, Elisabeth Roegele, vor einem Platzen der Bitcoin-Blase. Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz geht noch weiter und will die Digitalwährung verbieten lassen. Sie erfülle »keine gesellschaftlich nützliche Funktion«. Doch wo ist dann der Unterschied zum herkömmlichen Geld? spo Seite 8

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