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De Maizières betreutes Wohnen

René Heilig sieht in wachsamen Autos und Kühlschränken Sicherheitspartner

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: 1 Min.

Der Bundesinnenminister will, dass die Hersteller von Computern, Smart-Home-Geräte und Alarmanlagen den Sicherheitsbehörden exklusive Zugriffsrechte einräumen. Ist ja auch zu dumm, wenn der heimische Kühlschrank oder das Auto ihre Besitzer umgehend informieren, dass ein Unbefugter in fremdes Terrain eindringt. Wie soll man unter solchen Umständen unentdeckt Wanzen und andere Überwachungsgeräte anbringen?!

Man kann davon ausgehen, dass nicht nur normale Bürger den Zeigefinger zur Stirn führen. Auch die Hersteller, die mit dem Argument von mehr Sicherheit durch neue Technik werben, lassen sich nicht so einfach missbrauchen. Sie geben sich nicht mit dem allzu allgemeinen Hinweis zufrieden, dass Lauschangriffe unter richterlichem Vorbehalt stehen. Apple beispielsweise widersteht in dieser Frage dem mächtigen FBI - glaubt da ernsthaft jemand, der Weltkonzern würde sich für das poplige deutsche BKA krumm machen?

Zu Recht warnen Experten vor dem Einbau von Hintertüren in Hard- und Software, mit denen staatliche Abhöraktionen erleichtert werden. Sind solche Zugänge erst einmal angelegt, werden sie alsbald auch von Internet-Kriminellen genutzt. Zu denen zweifelsohne Geheimdienste gehören. So absurd de Maizières Vorstoß auch ist, so deutlich zeigt er, dass er und seine Truppe aus dem NSA-BND-Skandal nur eines gelernt haben: noch unverfrorener zu sein.

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