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Seehofers Bratwurst

Markus Drescher über die CSU und ihre Personalplanung

  • Von Markus Drescher
  • Lesedauer: 2 Min.

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Die gute Nachricht für Söders Markus: Er wird Ministerpräsident. Die schlechte Nachricht: Er muss es bleiben. Und zwar mit einem überzeugenden Ergebnis bei der Landtagswahl im kommenden Jahr. Die Chancen dafür stehen derzeit allerdings nicht gut. Miserables Abschneiden bei der Bundestagswahl, Sturzflug in den Umfragen, unbekannter Schaden durch die Personalquerelen der vergangenen Wochen, weiterhin schwierige Regierungsbildung in Berlin, an der sich Söder nach dem Willen Seehofers beteiligen soll, eine SPD im Land, die mit einer neuen Vorsitzenden wieder am Leben scheint - und Horst Seehofer himself, der Parteivorsitzende, bleibt: Unbeschwerte und uneingeschränkte Freude sollte Markus Söder am Montag über seinen Karrieresprung nicht empfunden haben.

Viel Wasser fließt noch die Pegnitz runter und durch Nürnberg, Söders Heimatstadt, bevor das politische Schicksal des Franken in München entschieden sein wird. Am Ziel ist der Faschingsfan mit der Entscheidung vom Montag noch lange nicht. Dass er es erreicht, dürfte - nett formuliert - nicht Seehofers oberste Priorität sein. Hartnäckig und geduldig hat Söder den Jäger und Stühlesäger gegeben - über Jahre. Jetzt ist er selbst der Gejagte. Schluss mit Stuss, Söder muss Ergebnisse liefern. Die zu bewerten auch dem CSU-Vorsitzenden obliegt. Rache wird kalt serviert, heißt es. Seehofer könnte sich allerdings auch für die Variante Grill entscheiden - und das »Bradwürschdler« Söder darauf legen.

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