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Vor gut 15 Jahren begann in einer Koalition aus SPD und PDS der damalige PDS-Kultursenator Thomas Flierl mit den Kürzungen im Kulturbereich, jetzt soll unter seinem Nachfolger Klaus Lederer (Linkspartei) die Kehrtwende erfolgen. Vorbehaltlich der Zustimmung des Abgeordnetenhauses zum Doppelhaushalt 2018/2019 nächste Woche, sollen die Ausgaben für Kultur im kommenden Jahr um 67 Millionen Euro auf 521 Millionen Euro steigen; 2019 sollen sie noch mal auf 536 Millionen angehoben werden, teilte Lederer am Montag mit. Zum Vergleich: 2001 lagen laut Statistischem Bundesamt die Ausgaben in Berlin bei rund 627 Millionen Euro, 2003 bei knapp 539 Millionen Euro.

Von dieser, nach Lederers Worten, »größten Etatsteigerung seit dem Mauerfall«, sollen auch die Kinder- und Jugendtheater, die Musikschulen in den Bezirken und die freie Theaterszene profitieren. Allein für Tariferhöhungen sieht Lederers Etat für das kommende Jahr Mehrausgaben von 16 Millionen Euro und für 2019 weitere 24 Millionen Euro vor. Damit, so Lederer, soll etwas »eigentlich Selbstverständliches« erreicht werden, nämlich die soziale Absicherung der zum Teil prekär Beschäftigten in den kleineren Kultureinrichtungen der Stadt. An den Musikschulen soll der Anteil der fest angestellten Lehrkräfte zunächst auf 20 Prozent erhöht werden. Dies könne aber nur ein erster Schritt sein, betonte Lederer, denn mit dieser Quote liege Berlin immer noch im Bundesvergleich am unteren Ende.

Mehr Geld erhalten auch die Festivalbetreiber. Aus einem mit zwei Millionen Euro ausgestatteten Festivalfond sollen beispielsweise der Karneval der Kulturen und die Fête de la Musique unterstützt werden. Mit mehr staatlicher Unterstützung können zudem »Tanz im August«, das Musikfestival »Young Euro Classic« und das »Internationale Literaturfestival Berlin« rechnen. jam

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