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Nicht ausreichend

Simon Poelchau über Brigitte Zypries’ Abneigung gegen »Lufthansa-Bashing«

  • Von Simon Poelchau
  • Lesedauer: 1 Min.

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Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries hat etwas gegen »Lufthansa-Bashing«. Es gebe viel ungerechtfertigte Kritik an Deutschlands größter Fluggesellschaft, sagte die SPD-Politikerin im Hinblick auf Vorwürfe der Preistreiberei. In gewisser Hinsicht muss man ihr da Recht geben.

Schließlich kann die Lufthansa nur deshalb die Ticketpreise in die Höhe treiben, weil die Politik es zulässt. Letztlich handelt die Airline, wie es jedes andere Unternehmen auch machen würde, wenn es seine marktbeherrschende Stellung ausbauen konnte. Monopolpreise sind stets höher als Preise von Unternehmen, die auf dem Markt in wirklichem Wettbewerb miteinander stehen.

Die Lufthansa konnte aber mit der Air-Berlin-Pleite ihr Quasi-Monopol auf innerdeutschen Flügen nur aufbauen, weil die Politik es so wollte. Nicht nur, dass Schwarz-Rot das Unternehmen einfach machen ließ. Nein, Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) und eben auch Zypries selbst machten keinen Hehl daraus, dass sie eine »starke Lufthansa« wünschten. Insofern ist verständlich, dass Zypries kein »Lufthansa-Bashing« mag, bedeutet dies doch auch ein »Zypries-Bashing«.

Deswegen reicht es nicht aus, die Lufthansa zu kritisieren. Man muss auch die politisch Verantwortlichen, die das ermöglichten, zur Verantwortung ziehen.

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