Werbung

Klassentreffen

Elf Meistertitel, ein Europapokalsieg - mehr als ein Vierteljahrhundert nach dem Ende der DDR begegnen sich sieben ehemalige Oberligisten in der 3. Liga

Magdeburg siegt immer weiter

2:0-Sieg gegen Lotte, zwei freie Tage, Familienfeiern am zweiten Advent - der 1. FC Magdeburg sieht zum Abschluss der Hinrunde bei der hohen Dichte der Zahl zwei schon doppelt. 14 Siege holte die Mannschaft von Trainer Jens Härtel und spielte dazu einmal Remis. Es ist die Zwischenbilanz eines Aufsteigers. Doch Härtel warnt lieber vor zu großer Euphorie. »Na klar ist es eine großartige Hinrunde gewesen. Aber wir haben noch nichts erreicht. Wir müssen weiter konzentriert arbeiten«, forderte er. Gegen Lotte spielte sein Team unspektakulär, erzielte durch Christian Beck und Mike Handke zwei nahezu identische Kopfballtreffer. Damit waren die Gäste aber schon vor der Pause geschlagen.

Erfurt verliert an Boden

Auch der zweite Trainerwechsel beim FC Rot-Weiß Erfurt ist mittlerweile komplett verpufft, ohne irgendwelche Wirkung gezeigt zu haben. Im Gegenteil: In Würzburg leisteten die Thüringer beim 1:4 einen fußballerischen Offenbarungseid. »In der Winterpause müssen wir in der Analyse schauen, wer die richtigen Spieler sind, um da unten rauszukommen«, sagte Trainer Stefan Emmerling. Nächste Woche in Münster habe man die Chance, noch einmal nachzulegen und den Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen nicht noch größer werden zu lassen. Allerdings: Nach der fünften Gelben Karte wird der einzige wirkliche Leistungsträger der Mannschaft, Torhüter Philipp Klewin, bei den Preußen nicht zur Verfügung stehen.

Jena hadert mit Chancenausbeute

Vor der Partie hätten die Jenaer einen Punktgewinn gegen den wiedererstarkten Karlsruher SC vermutlich sofort angenommen. Nach dem 0:0 der real gespielten 90 Minuten sah das aber anders aus. »Es war bedeutend mehr drin«, ärgerte sich Stürmer Timmy Thiele, der selbst zwei Großchancen vergeben hatte. »Ich hätte es entscheiden können. Dafür, dass ich es nicht gemacht habe, kann ich mich nur bei der Mannschaft entschuldigen«, sagte er. In jedem Fall verdienten sich die Thüringer den Punktgewinn, womit die Serie von jetzt zehn Heimspielen ohne Niederlage intakt blieb. Das Manko während der gesamten Hinrunde war die Chancenverwertung. »Daran müssen wir arbeiten«, forderte Mittelfeldspieler Manfred Starke.

Zwickau und Halle teilen Punkte

Über den Schiedsrichter wollte Zwickaus Toni Wachsmuth lieber nichts sagen. Aber für ihn war klar: »Der Knackpunkt war die Gelb-Rote Karte. Wir haben vorher ein gutes Spiel gemacht. Aber mit einem Mann weniger geht unser Plan dann nicht mehr auf.« Den Platzverweis gegen Ronny Garbuschewski (55.) nutzte Halles Mathias Fetsch (69.) später zum 1:1-Endstand. Zwickaus Davy Frick musste in der Nachspielzeit ebenfalls mit Gelb-Rot runter. Bei schwierigsten Bedingungen war es am Ende ein leistungsgerechtes Remis. Aber die Westsachsen sind seit sechs Spielen sieglos, Halle seit drei. In der Tabelle hat Zwickau als 17. einen Punkt Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Halle liegt als Zwölfter auch nur drei Zähler vor dem FSV. »Wir wollten gewinnen, hatten in Überzahl mehr Räume. Aber Zwickau stand gut, mit dem Punkt sind wir relativ zufrieden«, sagte Halles Kapitän Klaus Gjasula.

Chemnitz in Rostock zu harmlos

Hansa Rostock hält zum Hinrundenabschluss als Tabellenvierter den Kontakt zu einem Relegationsplatz. Während die Hanseaten den vierten Sieg in Serie feierten und nur zwei Punkte hinter Wehen Wiesbaden liegen, wird die Lage in Chemnitz nach dem 1:3 der fünften Pleite hintereinander auf dem vorletzten Tabellenrang immer brenzliger. Chemnitz war in der ersten Hälfte harmlos. Miroslav Slavovs Anschlusstreffer kurz nach Wiederanpfiff nährte die Ambitionen des CFC auf ein Ende der Misere. Aber nur bis Mitte der zweiten Halbzeit. Dann machte der kurz zuvor eingewechselte Willi Evseev alles klar für den vierten Heimerfolg der Hanseaten. dpa/nd

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Als unabhängige linke Journalist*innen stellen wir unsere Artikel jeden Tag mehr als 25.000 digitalen Leser*innen bereit. Die meisten Artikel können Sie frei aufrufen, wir verzichten teilweise auf eine Bezahlschranke. Bereits jetzt zahlen 2.600 Digitalabonnent*innen und hunderte Online-Leser*innen.

Das ist gut, aber da geht noch mehr!

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen und noch besser zu werden! Jetzt mit wenigen Klicks beitragen!  

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!