Werbung
  • Politik
  • Handel mit Rüstungsgütern

Deutscher Waffenhandel boomt

2016 Rüstungsgüter im Umfang von 374,8 Milliarden US-Dollar verkauft / Auch deutsche Waffenindustrie steigerte Profit

  • Lesedauer: 2 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Stockholm. Die Umsätze der 100 weltweit größten Rüstungsunternehmen sind erstmals seit 2010 wieder gestiegen: Im vergangenen Jahr verkauften die Waffenhersteller Rüstungsgüter und militärische Dienstleistungen in Höhe von 374,8 Milliarden US-Dollar, wie das Friedensforschungsinstitut SIPRI in Stockholm mitteilte. Das waren 1,9 Prozent mehr als 2015 und 38 Prozent mehr als im Jahr 2002, in dem SIPRI die Trends im globalen Waffenhandel zu dokumentieren begann.

Vor allem US-Konzerne haben demnach mehr Umsatz eingefahren. Russlands Rüstungsfirmen verzeichneten ebenfalls ein Plus. In Westeuropa blieben die Verkäufe im Schnitt stabil, allerdings sind laut den Forschern in den einzelnen Ländern unterschiedliche Trends erkennbar. So konnte die deutsche Rüstungsbranche ihre Verkäufe steigern. Unternehmen aus China führt Sipri mangels verlässlicher Daten nicht auf.

Mit einer Steigerung von vier Prozent auf insgesamt 217,2 Milliarden US-Dollar stehen die US-Konzerne an der Spitze weltweiter Rüstungsverkäufe. Die SIPRI-Forscher führen das unter anderem auf US-Militäreinsätze im Ausland und eine Zunahme von Exporten zurück, Der weltweit größte Waffenproduzent Lockheed Martin erzielte eine Umsatzsteigerung von 10,7 Prozent.

Unter den 100 größten Rüstungsunternehmen sind allein 38 Konzerne aus den USA gelistet. Deren Anteil am Gesamtumsatz der globalen Verkäufe betrug 57,9 Prozent. Der Anteil Russlands betrug 7,1 Prozent. Die Umsätze der zehn größten russischen Waffenfirmen wuchsen um 3,8 Prozent auf 26,6 Milliarden US-Dollar.

Die Umsätze aus westeuropäischen Waffenverkäufen wuchsen gegenüber 2015 leicht um 0,2 Prozent auf 91,6 Milliarden US-Dollar. Während Rüstungsfirmen in Frankreich oder Italien im Schnitt weniger absetzten, machten britische und deutsche Unternehmen verstärkt Umsatz.

Dass Deutschland eine Steigerung von 6,6 Prozent verzeichnete, sei insbesondere auf Zuwächse der Rüstungskonzerne Krauss-Maffei Wegmann (plus 12,8 Prozent) und Rheinmetall (plus 13,3 Prozent) zurückzuführen, erklärte Sipri-Forscher Pieter Wezeman. »Beide Firmen profitierten von der Nachfrage an Waffen aus Europa, Nahost und Südostasien.«

Gute Geschäfte machten im vergangenen Jahr auch Rüstungsunternehmen aus Brasilien (plus 10,8 Prozent) und der Türkei (plus 27,6 Prozent). Südkoreanische Konzerne, von denen sieben im Ranking vertreten sind, steigerten ihre Umsätze um 20,6 Prozent auf 8,4 Milliarden US-Dollar. Dagegen brachen die Verkäufe japanischer Firmen um 6,4 Prozent ein. epd/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen