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Unberechenbar

Klaus Joachim Herrmann über das US-Gesprächsangebot an Nordkorea

  • Von Klaus Joachim Herrmann
  • Lesedauer: 1 Min.

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Das Gesprächsangebot Washingtons an Pjöngjang ist so vernünftig wie überraschend. Einen Dialog ohne Vorbedingungen bietet US-Außenminister Tillerson an: »Lasst uns einfach zusammenkommen.« Lässig will sich der Chef des State Department nicht einmal auf irgendeine Form des Verhandlungstisches festlegen. Selbst der von den Unwägbarkeiten der US-Politik enttäuschte und meist schmerzlich direkt davon betroffene Kreml jubelt fast: »Solche konstruktiven Äußerungen machen mehr Eindruck als die konfrontative Rhetorik, die wir bisher zu hören bekommen haben.«

Das Einlenken Washingtons wäre sensationell zu nennen - wäre die US-Politik nicht so unberechenbar. Gerade erst wurde gemeinsam mit Südkorea der Machthaber in Pjöngjang mit groß angelegten Manövern demonstrativ gereizt. Kim lässt sich nicht lumpen und beschwört in gewohnt großen Worten den Aufstieg seines kleinen Reiches zur »stärksten atomaren und militärischen Macht« der Welt.

Derweil hofft ein UN-Emissär nach Gesprächen vor Ort auf positive Signale Nordkoreas. Doch bleiben zu viele Widersprüche. Hat Tillerson den Segen des Weißen Hauses oder geht seine Milde auf eigene Rechnung, wie sicher ist er seines Außenamtes? Und was twittert der große Häuptling aus Washington, wenn ihm gerade mal wieder so recht großmäulig ist?

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