• Sport
  • Flüchtlinge im Fußball

Erst Fußball, dann Schule

Ein libanesischer Fußballklub hilft Geflüchteten. Mit ihrer Hilfe will er nun aufsteigen

  • Von Tom Mustroph, Bar Elias
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Die Gegensätze könnten kaum größer sein. Mit einem Mercedes fährt Fayez Salloum auf das Gelände des Nasser FC in Bar Elias vor. Nur ein paar Schritte entfernt haben ein paar Jungs aus ihren Jacken provisorische Tore gebaut und spielen Fußball. Die Kinder kommen aus der Nachbarschaft, doch ihre Eltern sind keineswegs alle Libanesen. Manche Jungen sind Palästinenser, deren Familien teils seit Jahrzehnten hier leben, andere junge Syrer, die als Bürgerkriegsflüchtlinge in der Stadt oder den nahen Camps untergekommen sind. Fußball wollen sie aber alle hier spielen, bei Nasser Bar Elias.

Fayez Salloum ist Präsident des Vereins. Dass er im Mercedes kommt, liegt daran, dass er und seine Brüder hier in der Stadt einen Reparaturbetrieb für die Luxusmarke aus Stuttgart betreiben. Die Geschäfte laufen so gut, dass Salloum vor Kurzem die Flutlichtanlage auf dem Trainingsgelände aus eigener Tasche bezahlte. Einer dieser Typen, die sich einen Fu...


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