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Sharo Garip darf Türkei verlassen

Gericht in Istanbul hebt Ausreiseverbot für Soziologen auf

Istanbul. Nach knapp zweijähriger Ausreisesperre darf der Soziologe Sharo Garip die Türkei verlassen und nach Deutschland zurückkehren. Ein Gericht in Istanbul hob zum Auftakt des Prozesses das Anfang 2016 gegen ihn verhängte Ausreiseverbot auf.

Garip wies zu Beginn des Prozesses den Vorwurf der Terrorpropaganda zurück und forderte seinen Freispruch. Der Deutsche hatte im Januar 2016 als einer von mehr als 1000 Akademikern einen Appell unterschrieben, in dem das harte Vorgehen der türkischen Regierung in den Kurdengebieten im Südosten des Landes kritisiert wurde. Der 51-jährige Garip ist ein in der Türkei geborener Kurde und war in den 90er Jahren vor Verfolgung nach Deutschland geflohen. Er besitzt ausschließlich die deutsche Staatsbürgerschaft. 2012 kehrte er in die Türkei zurück, um Soziologievorlesungen zu halten.

Das Verfahren gegen Garip wird am 23. Februar fortgesetzt, das gegen die gestern freigelassene Journalistin Meşale Tolu am 26. April. AFP/nd

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