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Norden und Osten holen bei Mieten auf

Keine Entspannung auf dem Wohnungsmarkt in Sicht

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Die Mieten in Deutschland sind laut des Hamburger Forschungsinstituts F+B in diesem Jahr bei laufenden Verträgen im Schnitt um 2,1 Prozent gestiegen (Vorjahr plus 1,8 Prozent). Es gibt jedoch große regionale Unterschiede. Der Norden holt gegenüber dem teuren Süden auf - hier sind die Bestandsmieten laut dem F+B-Mietspiegelindex um durchschnittlich 3,0 Prozent und damit am stärksten gestiegen. Auch im Osten lag die Zunahme mit 2,3 Prozent über dem bundesdeutschen Schnitt. Mit Mieten von 10,22 Euro und 9,92 Euro pro Quadratmeter sind München und der Ballungsraum Stuttgart jedoch weiter mit Abstand die teuersten Pflaster.

Wegen des Mangels an bezahlbarem Wohnraum in Ballungsgebieten hatte der Bund für 2017 und 2018 die Fördermittel für den sozialen Wohnungsbau zwar auf 1,5 Milliarden Euro verdreifacht. Dennoch schätzt Bauministerin Barbara Hendricks, dass weiterhin zu wenige Wohnungen fertiggestellt werden - bei den Sozialwohnungen beträgt die Lücke zwischen Bau und Bedarf sogar mehr als zwei Drittel.

Gute Geschäfte machen dagegen die Immobilienkonzerne. Und wegen der niedrigen Zinsen vergrößern ausländische Investoren den Mangel an Angeboten. Matthias Waltersbacher vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung beobachtet, dass immer mehr Käufer und Investoren aus Asien in Deutschland auf Einkaufstour gehen.

Drei Viertel der deutschen Wohnimmobilien sind allerdings immer noch in der Hand von Privatleuten. Trotz der höheren Preise investierten Käufer im Jahr 2016 rund 156 Milliarden Euro in Wohnungen und Wohnhäuser. Der Arbeitskreis der Gutachterausschüsse beziffert den Anstieg in den vergangenen beiden Jahren auf knapp 20 Prozent binnen zwei Jahren. Am teuersten war mit 8500 Euro je Quadratmeter demnach auch hierbei München. Im Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt musste man dagegen nur 380 Euro pro Quadratmeter aufwenden.

Die stark gestiegenen Kaufpreise in den Großstädten schlagen sich indes auch bei den neun Millionen Eigentümern, die ihren Besitz vermieten, nieder. So sind die Mietrenditen nach Berechnungen des Forschungsinstituts Empirica zuletzt fast überall gesunken. In München betrug die Rendite im dritten Quartal 2017 demnach jährlich etwa 2,7 Prozent, in Frankfurt am Main 3,3 Prozent (2004: 4,9 Prozent).

»Ein Ende des Preisanstiegs oder gar eine Trendumkehr ist derzeit bundesweit nicht erkennbar«, meint die Vorsitzende des Gutachter-Arbeitskreises, Anja Diers. Der Druck auf den Wohnungsmarkt werde hoch bleiben.

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