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  • Ulf Poschardt zu Weihnachten

Jünger Twitters verkünden das #PoschardtEvangelium

»WeltN24«-Chef provoziert ironische Christen-Tweets / Neues Evangelium kursiert in den sozialen Medien

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Ulf Poschardt,
Ulf Poschardt, "WeltN24"-Chef, hat es nicht so mit der christlichen Nächstenliebe

Seit Wochen predigen Pfarrer und Pastoren gleichermaßen auf aller Welt zum Advent, dass wir uns nicht fürchten müssen: Denn Jesus ist auf seinem Weg und wird uns erlösen. Wie alle Jahre wieder. Zu Weihnachten eben. Wer das zwischen Jamaika, KoKo und Abschiebungsdebatte nicht glauben wollte, der höre und staune: Der Herr ist tatsächlich noch einmal vom Himmel herab gestiegen. Und verkünden tut es sein neuer Jünger: Es ist Ulf Poschardt! Chef der Springer-Mediengruppe »WeltN24«.

Und er verkündet: »Wer soll eigentlich noch freiwillig in eine Christmette gehen, wenn er am Ende der Predigt denkt, er hat einen Abend bei den Jusos bzw. der Grünen Jugend verbracht?« Und sogleich findet er eine Anhängerschaft von 2200 Jüngern, die seinen Tweet gebenedeien, denn linksgrün-versiffte Christen mag keiner. Und Danijel Majic, einer seiner neuen Jünger von der Frankfurter Rundschau, schrieb das Evangelium nach Poschardt auf und nannte es: #Poschardtevangelium. Und so wurde die frohe Botschaft verkündet, von Mund zu Mund, von Dorf zu Dorf, von Smartphone zu Smartphone, zu erleuchten der Gutmenschen Sinn, welcher der falsche Gott dieser Welt verblendet hat, »daß sie nicht sehen das helle Licht des Evangeliums von der Klarheit Poschardts, welcher ist das Ebenbild Gottes.«

Und es schallt durch die Welt: »Denn vor Gott sind alle Menschen gleich; außer Ausländer, Frauen, Arme, Homosexuelle und Muslime.« Und erleuchtet wurde die Christenheit ein zweites Mal, und wusste fortan, dass ihre Werte wie Nächstenliebe, Gerechtigkeit und Umweltschutz am ehesten bei der Grünen Jugend und den Jusos vertreten werden. Und wussten auch, dass die Kirche an Weihnachten lieber nicht AfD und Junge Union predigen sollte.

Und glücklich waren die Menschen über ihre Erlösung und riefen: »Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen in der Landesaufnahmestelle und mir einen Ablehnungsbescheid für meinen Asylantrag ausgehändigt, denn fürwahr, ich stammte aus einem sicheren Herkunftsstaat!« Und Jakob Augstein stimmte ein in das Klagen über die christliche Nächstenliebe. Und Poschardt sah, dass es gut war, beklagte noch ein letztes Mal die pharisäerhafte Selbstgerechtigkeit und wünschte ein frohes Fest.

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