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Schaden durch Viehdiebstahl vervielfacht

Potsdam. Der Schaden durch Viehdiebstahl in Brandenburg wird immer höher. 2012 seien im Land noch knapp 33 500 Euro Schaden gemeldet worden, im vergangenen Jahr seien es knapp 244 500 Euro gewesen, teilte die Polizei mit. Die Schadenssummer hat sich damit mehr als versiebenfacht. Die Aufklärungsquote hatte mit 3,2 Prozent im vergangenen Jahr den niedrigsten Stand seit 2012. Im Landeskriminalamt war im März die Sonderkommission »Koppel« gegründet worden. Die sechs Mitarbeiter kümmern sich um Fälle, bei denen die Täter vermutlich banden- oder gewerbsmäßig vorgingen. In diesem Jahr gab es nach Informationen der Polizei bis Mitte November 21 Fälle von Viehdiebstahl mit insgesamt 221 entwendeten Tieren. Ein Fall in Rietz bei Bad Belzig (Potsdam-Mittelmark), bei dem im Februar 200 Tiere verschwunden waren, stellte sich nach Ermittlungen der Polizei allerdings als Unterschlagung heraus. Sie sind deshalb nicht mehr in der Statistik enthalten. Im vergangenen Jahr hatte es in Brandenburg 31 Fälle von Viehdiebstahl gegeben.

Besonders betroffen seien die Landkreise Potsdam-Mittelmark, Prignitz und Oberhavel. Die Polizei rät Landwirten, jeden Diebstahl anzuzeigen und nicht auf eigene Faust zu handeln. Fenster, Türen und Tore von Ställen sollten einbruchsicher sein. Empfehlenswert seien ein Wachschutz, ein lückenloser Zaun um das Grundstück, Einbruchmeldeanlagen, Lichtschranken und Wildkameras.

Das Landeskriminalamt bietet Bauern bereits seit dem Frühjahr Schulungen an, um Cyberangriffe abzuwehren. Es sei auffällig, dass oft besonders hochwertige Tiere oder Zuchtbullen offenbar gezielt gestohlen werden, sagte damals Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke. Dies lege zumindest den Verdacht nahe, dass Täter sich zuvor Zugriff auf die IT-Systeme der Agrarbetriebe verschafften und so über die Beute genauestens im Bilde waren. dpa/nd

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