Werbung

Pudelwohl

Uwe Kalbe über unmoralischen Rückhalt für FDP-Chef Lindner

  • Von Uwe Kalbe
  • Lesedauer: 2 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

So fühle er sich in der FDP: pudelwohl. Des Großspenders naheliegende Begründung kommt im Falle von Hans-Georg Näder ganz ohne Schnörkel aus. Der vermeintliche Gönner erwartet etwas für seine Großzügigkeit - Großzügigkeit. Die kann in der Wirtschaftspolitik verschiedene Formen annehmen, Details lassen sich im Nachhinein klären. Verflechtungen von Politik und Wirtschaft, die man in anderen Zeiten Filz genannt hat, sind nicht nur in Ländern der sogenannten Dritten Welt gang und gäbe, sondern auch in Deutschland. Sie zeigen sich in Treffen, Gutachten, Gesetzesghostwritern aus Konzernen in den Ministerien und in Karriere-Drehtüren zwischen Politik und Wirtschaft. Parteispenden bereiten den Acker, auf dem zarte Pflänzchen für scheue, aber kapitale Rehe gezüchtet werden, damit diese sich heimisch fühlen. Standort- vorteilpolitik ...

Dass die Summe der Großspenden im Bundestagswahljahr ausgerechnet in Richtung FDP einen solchen Aufwuchs erreichte, zeugt von klarer Erwartungshaltung. Wie von dringlichem Bedarf, den die Wirtschaft offenbar unter dem Eindruck einer sozialdemokratisch gefärbten Regierungspolitik verspürte. Und es erklärt zu gewissem Teil das Selbstbewusstsein, mit dem der neuliberale FDP-Solist Christian Lindner in den Jamaika-Sondierungen gegenüber seinen Gesprächspartnern auftreten konnte. Es speiste sich vielleicht nicht nur, aber gewiss auch aus millionenschwerer moralischer Unterstützung. Des Pudels Kern ist: dass sie unmoralisch ist.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen