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  • Richtungsstreit in der Linkspartei

Wagenknecht: LINKE muss sich mehr um Arbeiter kümmern

Fraktionsvorsitzende sieht Jeremy Corbyn und Jean-Luc Mélenchon als Vorbilder

  • Lesedauer: 2 Min.

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Berlin. Die Linkspartei müsse sich nach Einschätzung ihrer Fraktionschefin Sahra Wagenknecht wieder stärker um Arbeiter und Arbeitslose kümmern. »Politiker wie Jeremy Corbyn in Großbritannien oder Jean-Luc Mélenchon in Frankreich haben es uns vorgemacht« sagte Wagenknecht der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. Insofern sei sie zuversichtlich, dass die LINKE 2018 bei den Wahlen in Bayern und Hessen gut abschneiden werde.

Wagenknecht zeigte sich zufrieden mit dem Zustand ihrer Partei. Bei der Bundestagswahl vom September habe die LINKE das zweitbeste Ergebnis ihrer Geschichte erzielt und insbesondere in den großen Städten und bei den jüngeren Wählerinnen und Wählern gut abgeschnitten. »Wir haben viele neue Mitglieder gewonnen – allein in diesem Jahr rund 8000.«

Die Linkspartei hatte bei der Bundestagswahl am 24. September 9,2 Prozent erreicht, in den Umfragen kommt sie derzeit auf neun bis elf Prozent. Allerdings war nach der Wahl ein Führungsstreit zwischen den Spitzen der Partei auf der einen und denen der Fraktion auf der anderen ausgebrochen. Wagenknecht und der Ko-Vorsitzende Dietmar Bartsch wurden im Oktober in ihren Ämtern bestätigt. Die Wahl des neuen Parteivorstandes steht auf dem Parteitag im Juni in Leipzig an.

Von der AfD grenzte sich Wagenknecht klar ab. Diese vertrete »in der Wirtschafts- und Sozialpolitik neoliberale Positionen und unterstützt Kriegseinsätze deutscher Soldaten im Ausland«. Die Mandatsverlängerungen der Bundeswehr seien auch mit den Stimmen der AfD beschlossen worden, während diese »unseren Antrag auf Erhöhung des Mindestlohns abgelehnt hat«, fügte die Fraktionschefin hinzu.

Die LINKE trete für ihre Inhalte ein. »Wie sich die AfD uns und unseren Anträgen gegenüber verhält, ist uns relativ gleichgültig«, sagte Wagenknecht. AFP/nd

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