Werbung

Anti-Feminist

Der niederländische »Politiker des Jahres« heißt Thierry Baudet

  • Von May Naomi Blank
  • Lesedauer: 2 Min.
Unterstütze das nd mit einem monatlichen Beitrag

Minimum 2,50 Euro/Monat

...oder einem Abo oder einer Spende:

  • Wählen Sie ein Abo:

    • Online-Abo
    • Kombi-Abo
    • Print-Abo
    • App-Abo
    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit dem Online-Abo erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln in elektronischer Form auf unserer Webseite und dazu das nd-ePaper. Zum Online-Abo
    Mobil, kritisch und mit Links informiert:
    neues deutschland als ePaper – und am Wochenende im Briefkasten!
    Prämie: Das nd-Frühstücksbrettchen. Der Wegbegleiter für den Start in den Tag.
    Zum Kombi-Abo

    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit der nd-App erhalten Sie Zugang zur Zeitung in elektronischer Form als App optimiert für Smartphone und Tablet.

    Die nd-App gibt es für iOs und Android.

    Zum App-Abo
  • Per Überweisung:

    Stichwort: nd-paywall

    Berliner Bank
    IBAN: DE11 1007 0848 0525 9502 04
    SWIFT-CODE (BIC): DEUTDEDB110

    Per Paypal

    PayPal

    Per Sofortüberweisung

    Sofortüberweisung

    Ich habe bezahlt.

  • Ich bin schon Abonnent
    Login

    Passwort vergessen?

  • Vielleicht später...
Thierry Baudet
Thierry Baudet

In einer Umfrage des niederländischen Fernsehprogramms Een Vandaag wurde Thierry Baudet zum Politiker des Jahres gewählt. Sein Profil: Nationalismus, direkte Demokratie und vor allem Anti-Feminismus.

Aus dem Nichts erhielt der 34-Jährige bei der letzten Parlamentswahl in den Niederlanden im März dieses Jahres 187 162 Stimmen und besetzte mit seiner Partei Forum voor Democratie zwei Sitze im Parlament. Damals ging ein Aufschrei durch die Social-Media-Kanäle. Der Grund der Aufregung: Baudet ist bekannt für seine Kontakte zur Neuen Rechten in den USA und seine Sympathien für den »Pickup-Artist« Julien Blanc, der Kurse anbietet, in denen es darum geht, Frauen zum Sex zu überreden.

Der 1983 geborene Baudet studierte in Leiden Jura. Während seines Studiums entwickelte er sich zum Euroskeptiker. In seiner Promotionsschrift von 2012 vertrat er die These, Multikulturalismus und die Europäische Integration gefährdeten die Zukunft des demokratischen Rechtsstaates. 2014 publizierte Baudet seinen ersten Roman, der vernichtende Rezensionen erhielt. Er schrieb, Frauen wollten von ihrem Sexpartner nicht mit Respekt behandelt werden: »Die Realität ist, dass Frauen überrumpelt, beherrscht, ja: übermannt werden wollen.« Diese Überzeugung wiederholte Baudet in ähnlicher Form in Kommentaren und Interviews immer wieder. Zum Beispiel mit den Worten: »Wenn eine Frau Nein sagt, musst du nicht denken, sie will nicht, sondern sagen: ›Schätzchen, lass uns noch was trinken gehen‹ und sie einfach weiter bedrängen.«

2015 organisierte Baudet mit dem rechten Blog Geen Stijl ein Referendum gegen den Assoziationsvertrag zwischen der EU und der Ukraine und erlangte so nationale Bekanntheit. Er bekundete öffentlich seine Sympathien für die Front National und die FPÖ. Geflüchtete sollten seiner Meinung nach interniert werden. Viele, die bei der Wahl zum Politiker des Jahres nun für ihn stimmten, gaben an, Baudets »rhetorische Stärke« und seine »frische Ausstrahlung« zu bewundern.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen