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Der Besserwissmann

Kurt Stenger über die schlechten Vorsätze der Automobilindustrie

  • Von Kurt Stenger
  • Lesedauer: 2 Min.

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In den Tagen nach Weihnachten werden bekanntlich die guten Vorsätze fürs neue Jahr geschmiedet. Dann will man aber wirklich vieles ganz anders machen. Für den obersten deutschen Autokonzernlobbyisten gilt dies nicht - Matthias Wissmanns Devise lautet: Es soll möglichst lange so weitergehen wie bisher. »Der Verbrennungsmotor wird auch im nächsten Jahrzehnt noch eine große Rolle auf dem Weltmarkt spielen«, sagt der scheidende Chef des Verbands der Automobilindustrie und meint dabei gerade auch den Dieselmotor.

Wie Hohn mag das für viele Stadtväter klingen, die fast schon verzweifelt nach Wegen suchen, um die von den Abgasen der manipulierten Dieselflotte verpestete Luft sauberer zu kriegen, ohne Fahrverbote verhängen zu müssen. Die Autokonzerne als Hauptverursacher beteiligen sich kaum an der Finanzierung der Maßnahmen und weigern sich beharrlich, die Altautos nachzurüsten und bei Neuwagen auf größtmögliche Emissionssenkung zu setzen. Die Bundespolitik lässt die Hersteller weiter nach Gutdünken gewähren und der Markt hat den Diesel zwar etwas abgestraft, aber richtig weh tut das keinem.

Die Autobosse sitzen ungerührt auf dem hohen Ross und interessieren sich immer noch nicht für die Gesundheitsschäden, die ihre unzureichende Technik verursacht. Kein Wunder, dass der VDA-Chef auch im Jahr drei nach Aufdeckung des Abgasskandals den Besserwissmann gibt.

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