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Der Erwachsene

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Eric Schmidt gibt das Steuer bei der Google-Mutter Alphabet ab. Im Januar will der 62-Jährige, gern als Titan des Silicon Valley bezeichnet, seinen Posten als geschäftsführender Vorsitzender räumen. Er bleibe aber Mitglied im Verwaltungsrat und werde Berater bei technischen und wissenschaftlichen Fragen, erklärte er. Ein Nachfolger steht noch nicht fest.

Schmidt trug maßgeblich dazu bei, das Internet in einen Massenmarkt zu verwandeln. Der Informatiker wurde 2001, fünf Jahre nach Gründung der Internetsuchmaschine durch Larry Page und Sergey Brin, CEO bei Google. Die beiden Doktoranden aus Stanford erkannten, dass sie zwar die richtigen technischen Ideen hatten, aber nicht genug Geschäftserfahrung. Schmidt, der vom Netzwerkanbieter Novell kam, wurde als »der Erwachsene im Team« bezeichnet, der den jungen Leuten zeigt, wo es langgeht, um aus einem Start-up einen Giganten zu machen. Was gelang: Alphabets Marktwert wird auf 740 Milliarden Dollar beziffert.

Schmidt verantwortete nicht nur den Börsengang im Jahr 2004, sondern auch die neue Struktur mit der Konzernmutter Alphabet. Mit anderen Managern entschied er, dass Nicht-Internet-Konzernteile wie Risikokapital, Gesundheitsforschung oder autonom lenkende Autos in eigenen Firmen unter dem neuen Dach besser aufgehoben seien. Er selbst wurde Verwaltungsratschef bei Alphabet. Schmidts Begründung: Google brauche nicht mehr die »tägliche Aufsicht eines Erwachsenen«.

Als Alphabet-Chef war der Vater zweier Töchter häufig in Washington zu Gesprächen mit der Regierung und im Kongress. Als Mitglied im Technologie-Beratergremium von Barack Obama half er dem Präsidenten, die verkorkste Internetseite zur Anmeldung bei der Krankenversicherung Obamacare in Ordnung zu bringen.

Schmidt hinterlässt Alphabet in einer starken Position. Die jüngste Quartalsbilanz wies Umsätze von 27,8 Milliarden Dollar aus, 24 Prozent mehr als im Vorjahr. Ihm persönlich geht es auch nicht schlecht: Das Wirtschaftsmagazin »Forbes« schätzt sein Vermögen auf 11,1 Milliarden Dollar.

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