Werbung

Mit allen Mitteln

Simon Poelchau über die Anklage wegen Sozialbetrugs bei Ryanair

  • Von Simon Poelchau
  • Lesedauer: 1 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Beim Billigflieger Ryanair mag man Angestelltenrechte und Sozialstandards bekanntlich gar nicht. Dass die Staatsanwaltschaft Koblenz nun Anklage gegen fünf Beschuldigte wegen mutmaßlicher Verstrickung in ein System scheinselbstständiger Ryanair-Piloten erhoben hat, zeugt aber davon, dass dem Konzern offenbar auch eindeutige Rechtsverstöße recht sind, solange er der billigste in Europas Lüften ist.

Natürlich kann man jetzt einwenden, dass die Angeklagten noch nicht verurteilt seien und somit die Unschuldsvermutung gelte. Außerdem sitze ja nicht Ryanair selbst auf der Anklagebank, sondern zwei britische Personaldienstleister. Doch sind die Arbeitsbedingungen bei Ryanair durch Medienberichte mittlerweile so gut recherchiert, dass selbst der größte arbeitsrechtliche Laie erkennen müsste, dass dort Scheinselbstständigkeit an der Tagesordnung ist. Und wer, wenn nicht Ryanair, profitiert letztlich von diesem System? Die Piloten, die sich nach einer teuren Ausbildung mit einem prekären Beschäftigungsverhältnis abfinden sollen, sicherlich nicht.

Dass Ryanair dieses System nicht selbst betrieben hat, sondern es von Personalfirmen hat ausführen lassen, macht die Angelegenheit nicht besser, sondern sogar noch schlechter. Schließlich kann man von einer Fluggesellschaft, die eine ihrer wichtigsten Angestelltengruppen, die Piloten, auslagert, wirklich nicht viel halten. Aber dem Konzern scheint dies egal zu sein, Hauptsache der Profit stimmt.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen