Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Anwalt: Rigaer-Drohbrief aus Umfeld der Polizei

Namensliste beeinhaltet auch Personen, die nie im Berliner Hausprojekt in der Rigaer Straße 94 gewohnt haben

  • Von Nicolas Šustr
  • Lesedauer: 1 Min.

Der Anwalt Martin Henselmann hält den Drohbrief, den unter anderem Aktivisten aus dem Umfeld des Hausprojekts Rigaer 94 kurz vor Weihnachten erhalten haben, für authentisch. Steckbriefartig wurden in dem Schreiben, deren Absender ein fiktives »Zentrum für politische Korrektheit« ist, 42 Personen mit vollem Namen und Anschrift aufgelistet, 18 davon mit Fotos.

»Die Fotos stammen nicht aus den mir bekannten Gerichtsakten, sondern vom Landeseinwohneramt«, sagt Henselmann dem »nd«. Die Personenauswahl erscheine willkürlich. So würden in der Liste auch Personen als Angehörige des Hausprojekts bezeichnet, »die weder in der Rigaer Straße 94 gemeldet waren, noch jemals dort gewohnt haben«, erklärt der Anwalt, der Betroffene des Briefes vertritt.

Sie seien möglicherweise durch Observationen auf der Liste gelandet. »Diese beiden Punkte deuten neben anderen auf einen Urheber aus dem Umfeld der Polizei hin«, so Henselmann weiter. Der Polizei liegt derzeit keine Anzeige vor, das Schreiben ist ihr allerdings aus der Veröffentlichung auf Indymedia.org bekannt, teilte ein Sprecher auf nd-Anfrage mit. Da die Polizei die Echtheit des Schreibens nicht prüfen könne, gebe es derzeit auch keinen Ermittlungsansatz. nic

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln