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Manchmal können selbst die kryptischsten Sätze nicht verhüllen, was mit ihnen eigentlich gemeint ist: Unsicherheit als Dauerzustand. Die Sätze lauten: »Der Antragsteller wird aufgefordert, die Bundesrepublik Deutschland innerhalb einer Woche nach Bekanntgabe dieser Entscheidung zu verlassen; im Falle einer Klageerhebung endet die Ausreisefrist einen Monat nach dem unanfechtbaren Abschluss des Asylverfahrens.« Eine mögliche Formulierung, die das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge benutzt, um einen »offensichtlich unbegründeten« Asylantrag abzulehnen.

Aus diesen Worten kann Kunst entstehen, wie die Ausstellung »Bleibistan« zeigt. Eine Gruppe junger Geflüchteter aus Afghanistan hat sich mit den vielen offenen Fragen und den oft fehlerhaft übersetzten Befragungen und nicht nachvollziehbaren Entscheidungen ihres Asylverfahrens auseinandergesetzt. Entstanden ist eine Schau, in der Textfragmente aus negativen Asylbescheiden visuell aufbereitet werden. In Fotografien und poetischen Collagen im Bannerformat werden die Absurditäten und die Unmenschlichkeit der Bürokratie deutlich. nd Foto: Newsgroup Afghanistan

5. bis 19. Januar (außer 13./14.), 16-19 Uhr, »Blaue Box«, am Dreieck Alt Buch/Wiltbergstraße/Karower Straße, Buch

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