Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Nachrufe

Carmen Franco Polo

14. 9. 1926 - 29. 12. 2017

»Ich denke, dass man die Toten ruhen lassen sollte, dort wo sie bestattet sind.« Das war eine der letzten öffentlichen Äußerungen von Carmen »Carmencita« Franco, Tochter und einziges Kind des faschistischen spanischen Diktators Francisco Franco. Der Anlass war ein Antrag im spanischen Parlament vergangenen Mai, der eine Umbettung der sterblichen Überreste weg vom Wallfahrtsort der spanischen Ultrarechten im Tal der Gefallenen forderte. Carmen Franco ließ auf ihren Vater nichts kommen, sie stand lange der Franco-Stiftung vor, mit der dem Andenken des Diktators gehuldigt wird, dessen Herrschaft Hunderttausende Menschen das Leben kostete. Während des Bürgerkriegs 1936-39 wurde »Carmencita« zusammen mit ihrer Mutter Carmen ins sichere französische Exil verfrachtet, bei ihrer Rückkehr als 13-Jährige erkannte sie ihren Vater auf Anhieb nicht wieder. Sie heiratete 1950 den Arzt Cristóbal Martínez Bordiú, einen adligen Markgrafen, und hatte mit ihm sieben Kinder. Im vergangenen Sommer wurde bei ihr ein Gehirntumor diagnostiziert. Am 29. Dezember starb Carmen Franco im Kreise ihrer Familie im eigenen Bett und wahrte wie zeitlebens die Diskretion über das Private. Nur für die im November erschienene autorisierte Biografie »Carmen« von Nieves Herrero machte sie eine Ausnahme. mli

Sue Grafton

24. 4. 1940 – 28. 12. 2017

Sie ist für ihre Kriminalromanreihe um die unerbittliche Privatdetektivin Kinsey Millhone berühmt geworden. 1982 begann Sue Grafton ihre Serie um Millhone mit dem Titel »A Is for Alibi« (»Nichts zu verlieren – A wie Alibi«), die sie mit den weiteren Buchstaben des Alphabets fortsetzte. Drei Jahre nach dem Auftakt erschien »B Is for Burglar« (»In aller Stille – B wie Bruch«), 2017 schließlich »Y Is for Yesterday«. Ihr letzter Krimi der Reihe, »Z Is for Zero«, war für das Jahr 2019 angekündigt.

Die in Louisville geborene Autorin lebte seit Anfang der 60er Jahre im kalifornischen Santa Barbara und schrieb Drehbücher, bevor sie mit Romanen bekannt wurde. In der von vermeintlich männlicher Überlegenheit geprägten Welt der Kriminalromane traten Mädchen und Frauen lange Zeit lediglich als hilflose Opfer oder verführerische Taktiererinnen auf. Sue Grafton schaffte es in ihren Büchern, dem einiges an Realität entgegenzusetzen: Ihre toughe Ermittlerin geht besonders prekären Fällen nach, die sich um soziale Fragen wie Missbrauch, Traumata, falsche Verurteilungen und Wohnungslosigkeit drehen. san

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung
  • Lastschrift

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln