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»Ich war schon immer eher Einzelkämpferin«

Die italienische Biathletin Dorothea Wierer im Interview über Krankheiten und Trainingsbedingungen

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Platz zwei in der Verfolgung von Oberhof. Was mögen Sie an der Strecke?

Gar nichts! (lacht) Im Ernst, das Wetter könnte besser sein. Aber ich habe gute Erinnerungen an meine Rennen. Das hilft, sich zu motivieren, selbst wenn es regnet.

Dabei waren Sie über Weihnachten noch krank.

Nicht nur das. Seit Oktober war ich fünf Mal krank! Ich hatte zwei Mal was mit dem Magen, dazu Kehlkopfentzündung, Halsentzündung und Infekte. Ich war im Dezember beim Weltcup in Frankreich nicht fit, bin trotzdem gelaufen und habe dann über die Feiertage einen Rückschlag erlitten. Da konnte ich wieder eine Woche nicht trainieren.

Und trotzdem jetzt so gute Resultate. Sind Sie selbst überrascht?

Ja natürlich. Den zweiten Platz habe ich aber vor allem meinem guten Schießen zu verdanken. Ich laufe zwar auch wieder schneller, aber wenn ich ohne Schießfehler bleibe, bin ich fast immer vorn mit dabei. Ich hoffe, dass es nächste Woche in Ruhpolding und danach zu Hause in Antholz noch besser läuft.

Vor ein paar Jahren war Ihre ganze Mannschaft für vordere Plätze gut. Jetzt fast nur noch Sie. Da ist in der Staffel kaum etwas zu holen. Frustriert Sie das?

Nein, die anderen hatten nie so viele Topplatzierungen wie ich, daher war ich schon immer eher Einzelkämpferin. Wir sind aber mannschaftlich gewachsen. Lisa Vittozzi ist jung und kann schon aufs Podest laufen. Das macht zuversichtlich.

Wird Biathlon im italienischen Fernsehen übertragen?

Nur im Pay-TV. RAI ist nur in Antholz dabei - wenn es gut läuft.

Also war ihr Podiumsplatz doppelt wichtig?

Na warten wir erst mal ab, wie sich die Programmchefs entscheiden.

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Unser Verband hat nicht so viel Geld wie der deutsche. Im Trainingslager schlafen wir nicht in Hotels, sondern in Privatwohnungen. Und unser Koch kommt kostenlos mit. Der macht das, weil er ein Fan ist. Aber es gibt sicher Länder, denen es noch schlechter geht.

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