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Habeck + Mrs. X

Aert van Riel über anstehende Personalwechsel bei den Grünen

  • Von Aert van Riel
  • Lesedauer: 2 Min.

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Dass sich die Grünen personell erneuern wollen, ist aus Sicht der Partei folgerichtig. Denn es wurden erneut sämtliche Wahlziele verfehlt. Die Ökopartei stellt die kleinste Fraktion im Bundestag und hat ein zweistelliges Ergebnis verpasst. Nach den gescheiterten Sondierungsgesprächen mit Union und FDP sind die Grünen zudem vorerst nicht an der Regierung beteiligt. Dass Cem Özdemir keine Spitzenposition mehr bekleiden wird, ist ebenso verständlich wie der Rückzug seiner Ko-Vorsitzenden Simone Peter.

Doch Partei und Fraktion handeln nicht konsequent. Katrin Göring-Eckardt - die als Spitzenkandidatin zum zweiten Mal ein schwaches Wahlergebnis zu verantworten hatte - darf wohl weiterhin die Fraktion führen. Ein Grund hierfür ist, dass sie anders als Peter und Özdemir unterschiedliche Milieus anspricht. Göring-Eckardt inszeniert sich in der Öffentlichkeit als mitfühlende Sozialpolitikerin und hat zugleich in der Partei eine Linkswende und eine stärkere Betonung der Umverteilungspolitik verhindert.

Nach diesem Vorbild wollen die Realos weitere freundliche Gesichter nach vorne stellen, die eine zum Teil hässliche Realpolitik verdecken sollen. Robert Habeck scheint für diese Rolle prädestiniert zu sein. Wenn der Norddeutsche bald zum neuen Vorsitzenden gewählt werden sollte, spielt es keine Rolle, ob ihm die linke Anja Piel oder die Reala Annalena Baerbock zur Seite steht. Habeck würde in jedem Fall die dominierende Rolle spielen. Denn in der Mediendemokratie sind Ausstrahlung und rhetorisches Talent entscheidend.

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