Werbung
  • Politik
  • Rassismusvorwurf gegen Modekette

H&M nimmt umstrittenen Pullover aus dem Sortiment

Modekette entschuldigt sich für Foto, das schwarzen Jungen in Oberteil mit der Aufschrift »Coolster Affe im Urwald« zeigt

  • Lesedauer: 2 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Stockholm. Die schwedische Modekette H&M hat mit einer als rassistisch empfundenen Werbung für Empörung gesorgt. Auf der Website des Labels war auch am Montag noch vorübergehend ein schwarzer Junge in einem grünen Kapuzen-Pullover abgebildet, der den Schriftzug »Coolest Monkey in the Jungle« (Coolster Affe im Urwald) zeigte. Das Unternehmen zog die Werbung nach Kritik später zurück und entschuldigte sich »bei jedem, den dies verletzt hat«. Inzwischen hat das schwedische Unternehmen das Kleidungsstück aus dem Sortiment genommen.

Die Modebloggerin Stephanie Yeboah schrieb bereits am Sonntag: »Wessen Idee war das bei @hm, diesen kleinen schwarzen Jungen zu zeigen, der einen Pullover mit der Zeile 'coolest monkey in the jungle' trägt?« Es sei doch hinlänglich bekannt, dass »Affe« eine verbreitete »rassistische Verunglimpfung« für Schwarze sei. Auch der Fußballer Kevin Prince Boateng, bekannt unter anderem für sein antirassistisches Engagement auf und neben dem Platz, übte im Kurznachrichtendienst Twitter Kritik an der Modemasche: »Ist das Euer Ernst @hm ??????« Der Musiker The Weeknd kündigte indes an, die Zusammenarbeit mit H&M zu beenden. Der Kanadier mit äthiopischen Wurzeln hatte bei der Marke seine eigenen Kollektionen herausgebracht und für sie gemodelt.

In den vergangenen Jahren hatten Konzerne mehrfach Werbeskandale ausgelöst: 2014 musste das Modelabel Zara einen gestreiften Schlafanzug mit gelbem Stern zurückziehen, der an die Kleidung jüdischer Häftlinge in NS-Konzentrationslagern erinnerte. Im vergangenen Oktober sah sich die Pflegeprodukte-Marke Dove zu einer Entschuldigung veranlasst, nachdem in einer Werbung ein schwarzes Model nach dem Wechsel seines Tops in ein weißes mutiert war. AFP/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen