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Unternehmensshow in Vegas

Elektronikkonzerne überbieten sich auf der Messe CES mit guten Nachrichten

Las Vegas. Auf der weltgrößten Elektronikmesse, der Consumer Electronics Show in Las Vegas, werden seit Dienstag die neuesten Entwicklungen im Technikbereich vorgestellt. Da gibt es an der Stange tanzende Roboter-»Damen«, elektronische Flipcharts ohne die Gefahr des Verschmierens und die neuesten Entwicklungen im Bereich der hochauflösenden Fernsehtechnologie. In der Hauptsache feiern sich die Konzerne aber - wie bei Verkaufsmessen üblich - selbst.

So erklärte Sony-Chef Kazuo Hirai die langanhaltende Krise seines Konzerns für beendet. Am Montag verwies er zum Beweis auf die Absatzerfolge bei der Spielekonsole Playstation, das gute Filmgeschäft und die tragende Rolle von Sony als Zulieferer in der Mobilfunkindustrie. »Selbst wenn viele von Ihnen ein Smartphone haben, das nicht von Sony stammt, haben die meisten von Ihnen doch ein Stück Sony in der Tasche, denn in vielen Smartphones stammt beispielsweise das Kamerasystem von uns«, betonte Hirai. Als Sony noch in der Krise gesteckt habe, sei er oft gefragt worden, warum der Konzern so viele Geschäftsbereiche habe. Die aktuellen Erfolge zeigten, dass es richtig gewesen sei, möglichst breit aufgestellt zu sein.

Sony hatte zuletzt positive Geschäftszahlen vorgelegt. Im zweiten Quartal des noch bis zum 31. März 2018 laufenden Geschäftsjahres erwirtschaftete der Elektronikkonzern dank einer Erholung bei Halbleitern einen Nettogewinn von 130,9 Milliarden Yen (992 Millionen Euro). Im Vorjahreszeitraum hatte sich der Ertrag unter dem Strich noch auf 4,8 Milliarden Yen belaufen.

Auch der Konkurrent Samsung scheint seine Krise überwunden zu haben: Vor allem dank der gewaltigen Nachfrage nach Speicherchips steuert der südkoreanische Technologieriese auf einen Rekordgewinn zu. Vor Zinsen und Steuern rechnet die Firma im Gesamtjahr 2017 mit 53,6 Billionen Won (41,8 Milliarden Euro) Gewinn, wie Samsung am Dienstag in Seoul mitteilte. Im vierten Quartal 2017 erwirtschaftete der Konzern fast zwölf Milliarden Euro - fast doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum.

Den Ruf seines Unternehmens wollte Intel-Chef Brian Krzanich derweil auf dem Messegelände reinwaschen. In seiner Rede versicherte er, die vergangene Woche bekannt gewordene massive Sicherheitslücke in Intel-Computerprozessoren habe bisher nicht zu Datenverlusten geführt. Die Auswirkungen seien durch eine »bemerkenswerte« Zusammenarbeit in der Technologiebranche eingegrenzt worden. Mehrere US-Kanzleien bereiten aber bereits Sammelklagen gegen Intel vor.

In den kommenden Tagen sollen für 90 Prozent der Intel-Produkte Updates verfügbar sein, für die restlichen bis Ende Januar, kündigte Krzanich an. Sicherheitsexperten befürchten, dass trotzdem noch längere Zeit verwundbare Systeme im Umlauf sein könnten. Agenturen/nd

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